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Dominikanische Republik: Langusten-Jagd, eine tödliche Gefahr

  • Kategorie: News

Screen Shot 2017 03 11 at 5.02.55 PMRom, Italien.- Im Bereich Karibik und Südamerika gilt zur Zeit die Schonzeit für Langusten. Das regionale Fangverbot wird jedoch kaum beachtet und nach wie vor sind viele auf der Jagd nach Langusten. Hunderte Fischer begeben sich in die Tiefen des Karibischen Meeres und fangen bei ihren Tauchgängen die Langusten ein. Es ist die wirtschaftliche Not und der hohe Verkaufsertrag in der Schonzeit verleitet die Fischer zur Raubfischerei.

Dieses Verbrechen ist nicht nur eine Gefahr für die Existenz der Langusten, welche von Jahr zu Jahr mehr gefischt werden, in den vergangenen Jahren kamen auch zahlreiche Fischer bei ihren Tauchgängen ums Leben. Sie benutzen kaum oder gar keine richtige Tauchausrüstung, die plötzlichen Druckänderungen unter Wasser können so den Tod der Fischer verursachen.

Es gibt keine offiziellen Statistiken wie viele Personen in den vergangenen Jahrzehnten bei den Tauchgängen auf der Jagd nach Langusten ums Leben kamen, doch die örtlichen Fischervereinigungen berichten von hunderten Todesfällen in der Karibik. Vor allem in Nicaragua und den Honduras kommt es zu vielen Tauchunfällen, diese beiden Länder haben keine Regeln und Vorschriften für Fischer erlassen, acht andere Staaten haben seit 2009 hier bestimmte Richtlinien erlassen welche der Mittelamerikanische Verband OSPESCA als bindend herausgegeben hat an die Mitglieder. In Lateinamerika leben rund 10.000 Personen vom „Tauchfischen“. Meist sind diese Taucher nicht ausreichend gesichert und verfügen über entsprechende Ausrüstungen. Vor allem in Mexiko und Kuba benutzen Fischer spezielle Fallen um Langusten zu fangen.