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Haiti: Opposition kündigt weitere Protestwoche an

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2019 10 26 um 4.04.06 PMPort-au-Prince.- Der Protest in Haiti wird weiter andauern. Verschiedene Gruppierungen aus der Opposition kündigen eine neue Woche an, werden ihre Forderungen aufrechterhalten: Jovenel Moise soll als Staatspräsident zurücktreten. Die Proteste werden in der Zeit vom 27. Oktober bis zum 2. November stattfinden, das ist dann die 7. Woche in Folge, in der Haiti nicht zur Ruhe kommt.

Die Stimme der Opposition, Andre Michel, erklärte: Das Kinderspiel hat jetzt ein Ende, das ganze Land wird sich erheben. Es werden nun 7 tage des intensiven Kampfes beginnen. Seit dem 16. September gibt es Tumulte, Plünderungen, Angriffe auf Kasernen und Polizeistationen. Straßenblockaden behindern den Verkehr, bei den Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der haitianischen Polizei kam es zu mehreren Todesfällen und zahlreichen verletzten Personen. Obwohl nun seit 6 Wochen das Land in vielen Bereichen gelähmt ist, viele Schulen, Universitäten und Geschäfte sind geschlossen,

Der wirtschaftliche Verlust ist enorm, er wirkt sich im straken Maße auch auf die Dominikanische Republik aus. Der Handel zwischen den beiden Nachbarstaaten kommt nahezu zum Erliegen. Trotz aller Kritik und der Forderung zum Rücktritt bleibt Moise beharrlich. Immer wieder verkündet er, dass er das Gespräch mit der Opposition sucht. Die Oppositionsgruppen beschweren sich darüber, dass die haitianische Regierung von außen gestützt wird, vor allem von Nordamerika. Man wünscht sich, dass man in Washington auf die Stimme des Volkes hört.

Die kommende Protestwoche dürfte zusätzlich angeheizt werden durch zu erwartende Stromausfälle. Hauptstromerzeuger „Sogener“ meldet einen Kraftstoffmangel, der nun auch die Kraftwerke erfasst. Schon seit Wochen fehlt Treibstoff an Tankstellen, wird auf dem Schwarzmarkt zu Wucherpreisen verkauft. Auch dies lähmt den Transport und Personenverkehr im Land. Das Stromerzeugerunternehmen bekommt kein Heizöl mehr, die letzte Order über 30.000 Fässer Öl konnte man nicht bezahlen, die Bank von Haiti hat die Zahlungen nicht durchgeführt, hier herrscht ebenfalls ein Streik.

Aus Furcht vor Gewalt und Demonstrationen sind die Filialen geschlossen. Wegen des fehlenden Cashflows bekommt man kein Öl, auf anderen Märkten sind die benötigten Mengen nicht zu bekommen. Die von der Opposition angekündigte größte Aufruhrbewegung scheint immer wahrscheinlicher. Schon ab Sonntag erwartet man die massiven Demonstrationen im gesamten Land.