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Dominikanische Republik: Vincho fordert Leonel auf, die PLD zu verlassen

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2019 10 13 um 3.41.21 PMSanto Domingo.- Nach den Ausscheidungswahlen bei den einzelnen Parteien zur Präsidentschaftskandidatur gab es eine Überraschung. Ex-Präsident Leonel Fernandez hatte auf seine Macht gebaut, auf Beziehungen und Stimmenkauf. Am Ende lag der Parteikollege Gonzalez Castillo knapp vor ihm.

Der vom Präsidenten Danilo Medina unterstütze Politiker lag rund 80.000 Stimmen vor Fernandez, dieser unterstellte sofort eine Wahlmanipualtion. Dabei beklagte er nicht den Stimmenkauf, welchen er und seine Wahlhelfer ebenfalls tätigten, er behauptete, dass die Computer, die zum ersten Mal für eine Wahl eingesetzt wurden, manipuliert wurden. Durch die Eingabe eines Algorithmus sei die Software beeinflusst worden und so hätten sich die Stimmen von Castillo vermehrt. Einen Schuldigen hatte der unterlegene Fernandez auch sofort im Visier.

Ein JCE-Angestellter, der Sohn eines bekannten Journalisten, soll der Verantwortliche sein. Dies sollte plausibel erscheinen, denn der Journalist ist gegenüber der Regierung sehr kritisch, hatte unter anderem Berühmtheit erlangt, weil er die Email-Konten einiger Politiker gehackt hatte, Inhalte veröffentlicht hatte. Der Zentrale Wahlrat und der Oberste Gerichtshof wiesen alle Anschuldigungen eines Wahlbetruges zurück,

Fernandez will am Sonntag Abend erneut eine öffentliche Rede halten (wird um 22 Uhr im TV/Rdio übertragen), er ist der Einzige, der noch nach Neuwahlen ruft. Parteipräsident Marino Vinicio Castillo (alias Vincho), Parteipräsident der FNP (Fuerza Nacional Progresista / Nationale Fortschrittliche Kraft) ist ein angesehener, ehrlicher und beliebter Politiker. Er rief Fernandez zur Ordnung und ermahnte den Ex-Präsidenten. Er solle darauf verzichten von einer politischen Verfolgung zu sprechen und so seine eigene Partei zu belasten. Dies sei nicht ehrenhaft und richte innerhalb der Partei einen großen Schaden an.

Vincho legte Fernandez nahe, die Partei zu verlassen. Die von Juan Bosch gegründete Partei werde durch die Klagen von Fernandez entehrt, er habe jedoch die Ergebnisse zu vertreten. Das dominikanische Volk sieht als Hauptproblem der Regierung die Korruption an, die unter Fernandez deutlich zunahm und Danilo Medina folgte. Der kolossale Betrug hat dem Land unheilvolle Folgen gebracht, die Staatsverschuldung ist nach oben galoppiert, man rechnet damit, dass im Mai 2020 (Regierungswahlen) die Staatsverschuldung bei 34 Milliarden USD liegen wird.

Rückblick: Bei den vergangenen Regierungswahlen gab es ein ähnliches Szenario bei der Oppositionspartei PRD. Die beiden Spitzenkandidaten Luis Abinader und Miguel Vargas konnten sich nicht einigen. Die Parteigenossen prügelten bei Sitzungen aufeinander ein, am Ende spaltete sich die PRD und es gab unter Miguel Vargas dann die PRM. Der ehemalige Politiker der Oppositionspartei war voller Groll und lief mit seinen Anhängern über zur Regierungspartei PLD. Hier versprach man dem Parteiführer der PRM einen Ministerposten, schon wurde aus einer Oppositionspartei ein Koalitionspartner.

Dies könnte sich jetzt wiederholen. Luis Abinader, der die Wahl gegen Hipolito Mejia für sich gewinnen konnte, machte schon Andeutungen, dass eine Zusammenarbeit mit Fernandez nur helfen könnte um die kommenden Wahlen zu gewinnen. Ganz offen zeigen die Politiker hier im Land, dass sie keinem Parteibuch folgen, keiner Ideologie. Sie haben persönliche Interessen und diese werden um jeden Preis verfolgt, auch wenn man dann mit einem ehemals politischen Gegner zusammen arbeiten muss. Wichtig allein ist die Macht und ein einflussreicher Posten.