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Dominikanische Republik: Barahona - ein Leben zwischen Müll und Exkrementen

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2019 03 11 um 8.40.30 PMBarahona.- Seit über 15 Jahren habe ich permanente Verunreinigungen gemeldet, in der uns die Spitzbuben, die uns schlecht dirigieren, leben lassen. Die Strände der Stadt Barahona sind eine Müllhalde und riesige Latrinen, dies weiß die Tourismusbehörde und das Bürgermeisteramt, sie haben Dutzende Leute für die Reinigungsarbeiten, doch sie tun nichts. Diese beiden Einrichtungen, wie sie immer demonstrieren, interessieren nicht unsere Strände und andere öffentlich Plätze, dass diese sauber und elegant sind.

Wenn Sie einen Strand von Barahona jetzt besuchen, ist dieser schmutzig und verseucht, nicht ein Funktionär unternimmt etwas um sie zu reinigen, obwohl deren Verunreinigungen gemeldet werden, wie auch die schlechten Zustände in denen sie sich befinden.

Wenn jetzt ein seriöser Investor nach Barahona kommt um hunderte Millionen Dollar zu investieren, werden Studien praktisch das Erste sein, welche gemacht werden. Es werden Wasserproben des Flusses Brian und an den Stränden genommen, es werden weitere Umweltproben entnommen und auch die Lärmbelästigungen gemessen, neben vieler anderer Dinge. Diese Studien und Untersuchungen wird ein Investor in Auftrag geben, bei einem angesehenen Labor. Wenn er die Ergebnisse sieht, dann wird er seine Koffer packen und Barahona „in der Pampa“ zurücklassen. Niemand wird sein Geld in eine Latrine und einen riesigen Müllhaufen investieren.

Die meisten Schadstoffe leitet der Staat ein, mit seinem Wasserwerk INAPA. Millionen Gallonen von Abwässern leitet man in den Fluss Brian und ins Meer, tagtäglich, seit dem Jahr 1998. Es begann mit der ersten Regierung vom Ex-Präsidenten Leonel Fernandez (1996 - 2000) und dauert an bis heute. Seit etwa 17 Jahren kämpfe ich dafür, dass die Strände von Barahona sauber sind und ein Klärwerk gebaut wird, denn solange eine große Kontamination unsre Strände verunreinigt, werden wir unser Dorf nie weiter entwickeln. Das Traurige ist, dass man mich in diesem Kampf allein lässt. Hie kommen die Leute nur zusammen, wenn man Geld für etwas benötigt, aber niemand kämpft für das Volk. Man nennt uns „Pendejos“, Irre und „Schwalben, die keinen Sommer überleben“.

Anmerkung der Redaktion: der Artikel stammt von einem Bürger aus Barahona, Hector Cuello. Er nennt sich Barahonero, ist ein Bewohner der Stadt, die er aufrichtig liebt. Seit seiner Pensionierung und Rückkehr aus den USA lebt er in seiner Heimatstadt, betreibt einen Blog und bemüht sich um das Wohl der Leute und der Stadt. Dabei lässt er es nicht bei Berichten, Fotos und Videodokumentationen auf YouTube. Er selbst organisierte und finanzierte mit seinem eigenen Geld immer wieder Reinigungsaktionen. Er bewirbt die touristischen Attraktionen der Region, hat ein Auge für die Notstände. Dazu zählen nicht nur die Umweltverschmutzungen, auch die verwaisten Kinder, welche im Park, unter freiem Himmel nächtigen, der Missbrauch von öffentlichen Geldern (Verschwendung bei der Errichtung des Parks Maria Montez zB) und viele Dinge mehr.

Wegen seiner Kritik wurde und wird Señor Cuello oft von den Funktionären beschuldigt, nicht dem Wohl der Stadt zu dienen, dem Tourismus zu schaden. Ein typisch dominikanisches Verhalten, man sieht nicht eigene Fehler, man sucht andere Schuldige. Fakt ist: dass ein Klärwerk gebaut wurde, vor mehr als einem Jahrzehnt. Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde es nie. Die Fischereivereinigungen werfen täglich die Abfälle ins Meer, direkt bei den Verkaufsständen am Meer, die Kloaken werden ebenfalls ins Meer geleitet. Weitere Hygienemängel findet man am Marktplatz. Seit mehr als einem Jahrzehnt sollte hier eine große Markthalle entstehen, es blieb beim Vorhaben. So wird weiter auf der Straße jede Ware angeboten. Von gebrauchter Kleidung über Gemüse, bis hin zu frisch geschlachteten Hühnern. Dabei läuft das Blut in den Rinnstein, mischt sich mit anderen Abwässern. Rechte an Bildern und Text liegen bei Hector Cuello. In seinem Blog findet man zahlreiche Berichte zu den vermüllten Stränden, seit Jahren. Bilder sprechen eine deutliche Sprache und zeigen ungeheuerliche Missstände. Wir wünschen Hector Cuello weiterhin viel Kraft im Kampf für ein besseres und sauberes Barahona!