Menu

Dominikanische Republik: Trotz tödlicher Badeunfälle, keine Aktionen für mehr Sicherheit

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2019 02 03 um 9.43.09 PMLa Romana, Bayahibe.- Saona ist die Nr.1 der Ausflugsziele für Touristen der Dominikanischen Republik. Weit mehr als 1 Million Besucher registriert die kleine Insel vor der Südküste jedes Jahr, im Naturschutzpark Cotubanamá, besser bekannt unter dem alten Namen Naturpark des Ostens. Neben vieler schöner Strandabschnitte bietet Saona eine besondere Attraktion, das Naturschwimmbad (Piscina Natural).

Eine Sandbank mit einem Durchmesser von mehr als 700 Metern ist Anlaufziel aller Ausflugsfahrten. Tourenveranstalter bieten die Badezone an, hier beträgt die Wassertiefe durchschnittlich 3-5 Fuß, man steht im hüfthohen Wasser des Karibischen Meeres. Das Wasser ist kristallklar und Badende suchen nach Seesternen, ein Foto mit diesen Meerestieren ist fast eine Pflicht bei dem Ausflug. Die Tatsache, dass man diese Tiere nicht aus dem Wasser nehmen darf, es hat den Tod der Tiere zur Folge, hält die Besucher kaum davon ab, hier ein Foto zu machen, die Seesterne aus dem Wasser zu heben. Die Folge: Der Bestand der Seesterne hat dramatisch abgenommen. Der Tod der Seesterne ist jedoch nicht Grund für Behörden, hier strenge Kontrollen durchzuführen.

Die rund 300 Meter vor der Küste liegende Sandbank ist auch eine Gefahr für Menschen. Viele baden, schwimmen und schnorcheln hier, inmitten von Dutzenden Katamaranen und Schnellbooten, die hier mit ihren Passagieren Tag für Tag anlaufen. Dabei kommt es immer wieder zu Badeunfällen, weil Bootsführer die Badenden nicht sehen und verletzen. 2016 starb eine französische Touristin, über weitere Unfälle wird nicht berichtet. Der Todesfall der Touristin blieb ohne Folgen für den Bootsführer, er musste sich nicht verantworten für seine Nachlässigkeit.

Immer wieder fordert man von den Ministerien für Tourismus und Umwelt, hier eine Zone für Badende zu errichten in den denen Boote nicht Zugang haben. Nur ein abgegrenzter Platz zum Schwimmen / Baden und den Ankerplätzen für Boote kann weitere Unfälle vermeiden, diese Maßnahmen werden von den Behörden jedoch nicht ergriffen. Das gleiche Problem findet man bei der Insel Catalina, auch hier kommen Badende und Boote gefährlich nahe zusammen. Im Juli 2018 kam es auch hier zu einem tödlichen Unfall, eine schnorchelnde Touristin wurde von einem Bootsführer nicht gesehen, er fuhr mit dem Boot über die Frau, die nur schnorchelnd die Unterwasserwelt beobachten wurde. Die Schiffsschraube verletzte sie tödlich.

Damit nicht genug, auch an der Playa Dominicus in Bayahibe berichtet man immer wieder von Schnellbooten, die hier Passagiere aufnehmen oder absetzen, dabei durch badende Touristen hindurch an den Strand fahren.