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Haiti: Proteste gegen die Korruption und Regierung dauern an

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2018 11 22 um 12.27.18 PMPort-au-Prince.- Die Streiks und Proteste im Nachbarland der Dominikanischen Republik dauern an. Drei Tage ohne Pause brodelt es vor allem in der Hauptstadt Haitis, aber auch anderen Teilen des Landes. Vor allem richtet sich der Unmut gegen die Korruption im Land, aber Teile der Opposition fordern den Rücktritt des Regierungspräsidenten Jovenel Moise.

Der Berater des Präsidenten, Renald Luberiece hatte eine Rede des Präsidenten, gerichtet an das Volk, angekündigt. Wegen technischer Probleme musste diese jedoch verschoben werden. Ohne eine genaue Zeit zu nennen, soll diese Rede heute erfolgen. Am vergangenen Sonntag, vor dem Beginn der Massenproteste, hatte Moise zum Dialog aufgerufen, hier ging es um die betrügerischen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Petrocaribe Abkommen.

In Port-au-Prince bleiben die Schulen geschlossen, der öffentliche Personentransport kam zum Erliegen, nur wenige Fahrzeuge sind auf den Straßen, einige Straßen sind, trotz Eingreifen der Polizei. weiterhin durch Blockaden der Demonstranten, unpassierbar. Durch die Blockaden des Transportwesens kommt es zu Engpässen, vor allem in den Armenvierteln Delmas und Pétion-Ville. Hier sieht man viele Menschen, auf der Suche nach Wasser und Essen. Tankstellen sind geschlossen, der Benzinpreis ist um 30 % gestiegen an den freien Verkaufsstellen von Treibstoffen.

Die Opposition verlangt den Rücktritt des Regierungspräsidenten weil dieser die Kontrolle über das Land verloren habe. Im Petrocaribe Prozess bezeichnet man Moise als ein Hindernis um hier eine Aufklärung zu erlangen. Man könne nicht weitere Todesopfer hinnehmen, so die Vertreter der Opposition. Seit August 2018 kommt es immer wieder zu Protesten, bisher kamen mindestens 11 Menschen ums Leben. Am heutigen Tag kam es zu einem Unfall in der Hauptstadt, ein Regierungsfahrzeug verlor die Kontrolle, prallte gegen eine Menschenmenge, 6 Personen kamen dabei ums Leben.

Bei einer Veröffentlichung im Jahr 2017 wurden Unregelmäßigkeiten beim Gebrauch des Petrocaribe Fonds entdeckt, dabei sollen mehr als 2 Milliarden USD abgezweigt worden sein.