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Welt-Tourismustag - Die Perle des Südens in der DomRep voller Müll

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2018 09 27 um 6.52.34 PMBarahona.- Der 27. September wird weltweit als „Tag des Tourismus“ gefeiert. Während Tourismusminister Francisco Javier Garcia in Frankreich bei der Fachmesse für Tourismus kräftig die Werbetrommel für die Dominikanische Republik rührt, feiert man vielerorts im eigenen Land. Die Perle des Südens, wie sich Barahona seit Jahrzehnten in der Werbung präsentiert, zeigt sich einmal mehr von seiner Schmuddelseite.

Immer wieder in der Kritik, die Funktionäre zeigen sich unbelehrbar. Ob ein dreckiger Markt wo das Hühnerblut und Abfälle im Rinnstein schwimmen, eine nicht funktionierende Kläranlage, welche die Kloake ungefiltert in die Bucht leitet, oder Fischereivereinigungen, die ihre Abfälle ebenfalls gleich wieder am Strand ins Wasser werfen, mit der Sauberkeit ist es nicht weit her. Viel schlimmer: die hübsche Bucht ist wie immer verwaist, Touristen sieht man nicht.

Kein Wunder, ist die Küstenlinie doch gesäumt von allen Sorten von Abfällen, vor allem natürlich Plastik in all seiner Vielfalt. Wenn man bedenkt, dass der Parque Lidoral Maria Montez und der dazugehörige Boulevard 350 Millionen RD$ Steuergelder gekostet hat, fragt man sich noch heute: was wurde mit diesem Geld gebaut? Ein Radweg, der auch Jogger einladen sollte entlang des Meeres ihren Sport zu betreiben. Allerdings, der öffentliche Weg wurde schnell mit Kiosken zugestellt, der Sinn eines Radweges somit auf den Kopf gestellt.

Dieser Missbrauch wurde mehrfach reklamiert, die Verfilzung bei den verschiedenen Behörden jedoch lässt eine Abhilfe nicht zu. Beziehung und Geld = Geschäft auf dem Fahrradweg. Immer wieder haben private Organisationen, der Cluster Turistico und andere Vereine versucht den Strand zu reinigen, das Bürgermeisteramt, der Senator von Barahona und das Umweltministerium versprechend nach immer wieder, diesen „sauberen“ Zustand zu erhalten. Leider verschwanden die Arbeiter - Brigaden schneller als sie kamen, der Müll konnte seine Platzansprüche wieder geltend machen. Diese Vernachlässigung, die mangelnde Sauberkeit, die Verschwendung der öffentlichen Gelder, das Alles sollte die Verantwortlichen beschämen, das geht aber nur, wenn man auch Schamgefühl hat. So wundert es auch nicht, dass die teure Parkanlage verkommt, bevor sie je offiziell eingeweiht wurde.

Quelle: H.R. Cuello (Anmerkung der Redaktion: der Autor hat sich mehrfach stark eingebracht um den Strand zu reinigen, selbst mitgeholfen und Arbeiter privat bezahlt)

Video: https://www.youtube.com/watch?v=sDqe5aRiocY

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von El Barahonero, Blogspot