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Taiwan nähert sich mehr Haiti an

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Bildschirmfoto 2018 05 23 um 8.36.35 PMPuerto Principe.- Nach mehreren Jahrzehnten der diplomatischen Beziehungen hat die Dominikanische Republik Taiwan wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Als einer von wenigen Staaten in der Welt hatte man Taiwans Unabhängigkeit anerkannt. Die Volksrepublik China jedoch lehnt die Selbständigkeit Taiwans ab.

China übt Druck auf die ehemals verbündeten Länder und hat so mit großen wirtschaftlichen Beziehungen die Dominikanische Republik „abgeworben“. Über Jahrzehnte hatte der Karibikstaat Sachspenden und Hilfen vieler Art (Stipendien usw.) in Empfang genommen. Die DomRep hofft auf mehr Hilfen vom neuen politischen Verbündeten, China. Nun können neue Verknüpfungen mit Haiti entstehen.

Jovenel Moïse, das haitianische Staatsoberhaupt, reiste am Samstag nach Taiwan, will über ein finanzielles Abkommen mit dem asiatischen Staat diskutieren. Taiwans Ex-Botschafter Yang Cheng-Ta schätzt den haitianischen Staat, weist aber darauf hin, dass Haiti um ein sehr hohes Darlehen gebeten hat und es möglich sei, dass Taiwan diesem Wunsch nicht entsprechen kann. Man befürchtet, dass Haiti und Honduras die nächsten Staaten sein werden, welche sich China zuwenden werden und damit Taiwan als diplomatischen Partner fallen lassen.

Zuvor hatte Panama schon zu Gunsten Chinas und gegen Taiwan entschieden. Andererseits ist Taiwan interessiert, sich Haiti mehr zuzuwenden, vor allem weil sich die Dominikanische Republik abgewandt hat. Taiwans Botschafter in Haiti, Hu Cheng-Hao, war erst kürzlich in einer Versammlung mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Gary Bodeau, und dem Regierungspräsidenten Jovenel Moïse. Hier wurde bekundet, dass Taiwan in Haiti an Investitionen interessiert ist, Diskutiert wurde über ein Darlehen in Höhe von 150 Millionen USD zu einem niedrigen Zinssatz, das Geld soll zur Stabilisierung der elektrischen Netze verwendet werden.