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Dominikanische Republik - eine verlogene Welt

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2018 04 04 um 3.37.46 PMSeit mehr als 12 Jahren im Dienst der Nachrichten. Oft sagte man mir: schreib nicht nur das Negative. Gemeint waren Meldungen aus dem Bereich der Kriminalität. Die nahm und nimmt nämlich erheblich zu. Vor knapp 20 Jahren, als ich in dieses schöne Land kam, gab es keine Meldungen über Entführungen. Drogenkriminalität war nahezu unbekannt, man hatte Angst sich mit Drogen erwischen zu lassen. Da kommt man in den Knast! Heute? An jeder Ecke wird es skrupellos angeboten.

 

Korruptionsskandale in allen Bereichen, betroffen sind die höchsten Politiker. Man erträgt es. Es wird alles unter den Teppich gekehrt, man schweigt, nennt diese Politik aber „transparent“. OMSA, ODEBRECHT, Catalina, man kann das ganze Alphabet bedienen mit Korruptionsskandalen. Positiv ist, dass jeder profitieren kann, denn Schmiermittel machen vieles machbar, ebnen Wege. Nicht immer bekommt man aber, was man bezahlt, es kommen immer mehr "Persönlichkeiten", die mit abkassieren wollen.

Aber es gibt ja positive Meldungen. Heile Welt, was man alles macht, um mehr Investoren zu finden, die Wirtschaft anzukurbeln. Arbeitsplätze wurden geschaffen, jedes Jahr rund 100.000. Ob diese Zahlen stimmen? Sicher, so wie man mehr als 1 Million Menschen aus der Armut befreit hat. Es gibt so viele positive Dinge, nur leider, ein Blick in die Karrikaturen der Tageszeitungen macht deutlich: der Dominikaner glaubt es selbst nicht!

Nur wer mit wachem Blick das Umfeld betrachtet, der sieht: Die Reichen, Unternehmer und Produzenten, nicht zu vergessen Funktionäre, leben gut vom Wirtschaftsboom. Investoren werden hintergangen. Reden wir nicht von den vielen Anlegern, die hier in die Korruptionsfalle gingen, wie ein gerupftes Huhn das Land verlassen haben. Millionen gingen verloen, in USD! Ob im Nordosten bei einem Kanadier, der 7 Millionen verlor, oder der Skandal in Barahona, mit den geplanten Therme - Hotels! Da war der Investor klug. Man investierte 8 Jahre Zeit in Ermittlungen, dann machte man eine Anzahlung (500.000 USD). Als dann lokale Probleme auftauchten, mehr Geld gefordert wurde, gingen die italienischen Investoren mit den Worten: wir zahlen nicht einen Dollar mehr als nötig!

Nehmen wir internationale Hotelketten! Sie investieren hunderte Millionen jedes Jahr. Bei Einweihungsfeiern lobt man das politische Klima, den wirtschaftlichen Erfolg, die Stabilität, die Sicherheit für Investoren. Natürlich erfreut man sich einer Steuerbefreiung von 10 - 15 Jahren, viel Zeit um Gewinne zu machen.

Weiter? Ok. Das Embargo. Es wurden Hoteliers und Ketten mehr als 2 Jahre erpresst, Aktionen mit korrupten Staatsanwälten, Polizisten und Militär gab es, man drohte den Hotelbetreibern. Einige Hotelketten drohten dann mit Rückzug, erst dann hörten diese Skandale auf! Oder ganz aktuell: Vor fünf Jahren gab es einen Abkommen, Thema Bebauung. Es wurde festgelegt, wie viele Zimmer pro Quadratmeter Land gebaut werden dürfen. Die Höhe der Gebäude war beschränkt. Und die Sicherheit für Investoren? Jawoll, die Hoteliers hielten sich an die Abkommen, planten, bauten und investierten. Derweil macht die Regierung neue Zusagen an neue Investoren und auf einmal darf man Hoteltürme bauen, 22 Etagen statt 4 oder 5.

Das Thema Qualität und Sicherheit für Touristen ist auch sehr beliebt. Da wird geplant, Reiseleiter zwei Jahre studieren zu lassen, damit dem Urlauber beste Informationen zuteil werden. Es ist sicher falsch, wenn man an Geldschneiderei glaubt. Der Reiseleiter muss also, um einen graduierten Titel zu bekommen, lange die Schulbank drücken. Vielleicht gibt es dann am Ende auch eine bessere Bezahlung? Das wäre das Ende der seriösen Tourenanbieter, denn schon heute kämpfen sie gegen Windmühlen, die illegalen Piraten. Wäre es wirklich von Interesse des Ministeriums den Urlaubern mehr Qualtiät zukommen zu lassen, warum geht man nicht gegen Piraten vor?

Nicht offizielle Unternehmer, oder solche, die mit Taxilizenzen zum Beispiel wie Tourenanbieter auftreten. Piratenunternehmen, die gar keiN Büro haben, doch wie will der Tourist das wissen, wenn er am Strand seinen Ausflug bucht? Oder wie soll erdie unterschiedlichen Lizenzen auseinanderhalten? Man könnte es vergleichen mit: Ich habe einen Busführerschein, fahre aber LKW.

Juristische Sicherheit und Hilfe für seriöse Unternehmen? Nicht zu sehen, der Verband der Reiseagenturen verlangt immer wieder, dass die Behörden eingreifen. Tun sie auch, also so in etwa: abgreifen. Man ist korrupt, kassiert bei Piraten ab und lässt diese gewähren. Ohne Versicherungen, ohne Lizenzen, ohne Fachwissen. Das also ist die berühmte Qualität, die man Reisenden bieten will? Auf Bewertungsportalen machen die Reisneden dann oft das HOtel verantwortlich, weil an deren Strand eine Tour verkauft wurde, man nachher aber nicht abgeholt wurde. Man macht das Hotel verantwortlich für eigene Dummheit. Denn Strände sind öffentlich, da darf sich jeder aufhalten / rumtreiben. 

 In der Vergangenheit kam es immer wieder zu heftigen urbanen Überschwemmungen. Ein Regentag, schon werden Straßen zu Kanälen. Regnet es mehr als früher? Oder hat jemand die Abwasseranlagen geklaut? Nicht ganz, aber die Kanaldeckel. Der Metalldiebstahl wird ebenfalls nicht verfolgt, dabei wäre es so einfach! Schrotthändler kontrollieren. Wer Kabel und Kanaldeckel hat, deren Herkunft nicht nachweisen kann, muss eine Strafe zahlen, der Laden wird dicht gemacht, Zweite Kontrollstufe: Der Zoll, denn der Schrott wird ja exportiert, geht meist nach China. Kontrollen der Container, findet man hier Kanaldeckel, wird die komplette Lieferung beschlagnahmt! Nein, man berichtet positiv vom Kampf gegen die Kanaldeckeldiebe.

In Brasilien ist man fündig geworden, da gibt es Kanalisationsdeckel aus Kunststoff. Die sind zwar teuer, aber werden nicht geklaut, Diese Meldung von der Millioneninvestition der Regierung ist 4 Jahre alt. Seither kennt man eine Menge Bestechungsskandale, gerade mit Unternehmen in Brasilien. Super Tucanos, Odebrecht, die Spitze eines Eisberges.

So wundert es nicht, wenn man hier keine Kunststoffkanaldeckel findet. Statt dessen verstopfen die Abwasserkanäle bei jedem Regen mit Müll. Überschwemmungen sind die Folge. Apropos Müll. Da sind so einige Bürgermeister die eine tolle Propaganda führen! Krieg dem Müll! Wer Müll illegal entsorgt, dem drohen Geldbußen und Haftstrafen. Was sieht man von dieser Kriegserklärung? Keine Müll-Häftlinge. Müll überall. Wann kam die Meldung, dass man den Krieg verloren hat? Die Kapitulation gegen das COSTUMBRE (Gewohnheit) des Volkes.

Neues Thema, die Meldungen zu den Chaoswochen. Gemeint sind Weihnachten und Ostern. Früher gab es nicht nur einen erweiterten Zeitraum der heißen Phase, es gab auch alle 24 Stunden eine aktuelle Meldung. Seit dem vergangenen Weihnachtsfest gibt es eine neue Strategie. Es gibt nur einen Endbericht. Mehr als 12 Stunden nach Abschluss der Phasen.

Dieses Jahr zu Ostern sah man, warum. Eine freie Zeitung hatte mitgezählt über die Feiertage. So kam man am Montag Morgen auf mindestens 39 Todesfälle. Verkehrsunfallopfer, Tote bei Streitigkeiten, verletzt durch Schusswaffen und Messer, Vergiftungen (Alkohol und Lebensmittel) und die vielen Ertrunkenen. Montag Mittag kam die offizielle Meldung des COE, es waren „nur“ 30 Tote. So könnte man weiter fortfahren. Transparenz und Aufklärung gibt es nicht.

Die Presse des Landes hatte sich darüber beklagt, mehrfach. Man verlangte nach mehr Informationen. Damit man diese bekommt muss man wohl immer schön berichten was offizielle Pressestellen mitteilen. Weitere Themen könnten sein: Wasserversorgung, Stromversorgung, Infrastruktur. Nur wer in Blogs und auf kleinen digitalen Nachrichtenseiten liest, findet die Wahrheit. Neue Schule eingeweiht, neues Krankenhaus, neues Aquädukt, neues Klärwerk. Schulen haben weder Lehrmittel noch Lehrer, dem Krankenhaus fehlt es an Ausstattung, das Aquädukt ist fertig, nur fehlen noch die Rohre die das Wasser zuleiten sollen.

Das Klärwerk (Beispiel aus Barahona) ist nur wenige Wochen in Betrieb, hat einen Defekt und seither ist es mehr als ein Jahrzehnt nicht mehr in Betrieb! Fakten. Man sieht, positive Meldungen haben auch einen bitteren Beigeschmack. Warum also Nachrichten übersetzen, berichten? Sich zum Mittäter machen, der diese verlogenen Geschichten verbreitet? Nein, das kann nicht die Aufgabe sein. Neue Ausrichtung also! Es wird in Zukunft also eine Änderung geben. Aktuelle News kommen zu Warnungen (Wetter, Umwelt, Verkehr, wichtige Infos).

Verbrechen, denn das sind leider unumstößliche Fakten, kommen auch. Ansonsten, neben einer reduzierten Berichterstattung, werden wir ab und an von Ausflugszielen und Naturschönheiten, Geschichte und Kultur berichten. Je nach Nachrichtenseite werden Artikel kommen zu anderen Karibikstaaten und Haiti. DomRep - das Thema ist nun in der untersten Schublade gelandet.