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Karibik: Tsunami - Falschmeldungen irritieren

  • Kategorie: News

wellenBridgetown, Barbados.- Die Wetterlage in der Dominikanischen Republik ist momentan an der Nordküste ungewöhnlich. Extrem hoher Wellengang und böige Winde peitschen das Wasser an Land, vielerorts wurden Strände überspült, unter anderem auch der Flughafen bei Puerto Plata. Die ungewöhnliche Situation hat offensichtlich einige „Spaßvögel“ dazu gebracht, eine Tsunami - Warnung auszurufen.

Meteorologen und Beamte vom Katastrophendienst aus Bridgetown (Barbados) gaben bekannt, dass es zu keiner Zeit einen Tsunami - Alarm im gesamten Karibikraum gegeben hat. In sozialen Netzwerken verbreitete sich sehr schnell die Meldung von einem zu erwartenden starken Erdbeben in Costa Rica mit einer Magnitude von 7.9 auf der Richterskala. In Folge des Bebens drohe für mehr als 30 Länder in der Region eiN Tsunamialarm.

Es wird festgehalten, dass seit dem 2. März in vielen Ländern eine sehr starke Brandung aufgetreten ist, dies jedoch weder ein Tsunami ist, noch ein Vorbote eines Seebebens. Die Abteilung für Katastrophenschutz (DEM) in Barbados weist nochmals darauf hin, dass ihre Einrichtung dafür zuständig ist einen Katastrophenalarm auszurufen oder Warnungen auszusprechen.

Nach wie vor stellten die Mitarbeiter des seismischen Forschungszentrums mit, dass es noch immer keine Möglichkeit gibt, ein Erdbeben vorherzusagen. Eine Vorhersage eines starken Erdbebens und folgende Tsunamis sind eine Mär, diese Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken sind schlechte Nachrichten, mehr als Panikmache wollen die Urheber nicht erreichen. Allgemein bezeichnet man solche Meldungen auch als HOAX. https://de.wikipedia.org/wiki/Hoax

Das Nevis Disaster Management Department warnt ebenfalls vor hoher Brandung. Nördliche Strandbereiche der Karibikinseln mit einer Atlantikküste sollten von Strandbesuchern gemieden werden. Hier weist man ebenfalls darauf hin, dass der hohe Wellengang keinerlei Zusammenhang mit einem Tsunami bedeutet. Am 15. März werden in einigen Ländern Simulationen eines Tsunamialarms geprobt. Mit diesen Übungen will man testen, wie gut die Nachrichtenübermittlung dauert, wie schnell gefährdete Bereiche evakuiert werden können.