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Dominikanische Republik: Ausgaben für „untaugliche“ Arbeiter übersteigen 39 Mrd. DOP

  • Kategorie: News

nationalpalast 2Santo Domingo.- Der Kampf gegen die Korruption und Vetternwirtschaft ist ein angebliches Ziel der Regierung, leider ist dieser verloren. Die Zahlen von OXFAM, einer UN – Organisation, belegen das Gegenteil. Die Regierung zahlt für „Botellas“ (Flaschen) im Jahr 2017 Löhne in Höhe von mehr als 39 Milliarden RD$, das sind 1,1 % des BIP!

Viele dieser Angestellten „Ohne Funktion“ sind ehemalige Wahlhelfer, sie wurden von der Regierungspartei für ihre Arbeit bei den Wahlen anschließend eingestellt, erscheinen aber nur auf Lohnlisten. 53 % der Ausgaben gehen an Einrichtungen, Kommissionen und Räte, Korruption ist unübersehbar. Laut Oxfam liegt die Dominikanische Republik auf Platz 6, im Vergleich mit 17 Ländern der Region, beim Vergleich öffentlicher Angestellter pro 1 Million Bewohner. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Ausgaben für die Botellas nochmals um 10 % angehoben.

Nichts leisten, dafür aber gut entlohnt werden, laut Oxfam verdienen diese Angestellten durchschnittlich pro Jahr 294.600 RD$, das sind monatlich 24.550 RD$. Das ist mehr als das Doppelte eines Mindestlohnes in der Baubranche. Viele Botellas findet man in der Nomina der Präsidentschaft der Regierung. Hier arbeiten 13.135 Personen allein in Verwaltungsbereichen. Auch im Erziehungsministerium (185.000 Angestellte) und Gesundheitsministerium (66.000 Angestellte) werden viele Angestellte untergebracht ohne eine Funktion auszuüben.