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Dominikanische Republik: Prostitution in Sosua zunehmend

  • Kategorie: News

putasencalle 2Sosua.- Die Prostitution in Sosua nimmt zu, Schuld sollen die Behörden sein, die diesem unsittlichen Geschäft keinen Einhalt bieten. Die zunehmende Präsenz Prostituierter, die sich schon am helllichten Tage auf den Straßen von Sosua präsentieren, erregt vor allem die Gemüter von Müttern, die ihre Kinder in die Schulen schicken und diese überall mit den sexuellen Dienstleisterinnen und ihren Freiern konfrontiert werden.

Der Anblick der „Putas“ sei unzumutbar, so die Mütter Altagracia Dominguez und Luisa Martinez. Sie schicken ihre Kinder in die öffentliche Schule im Sektor El Batey, bzw. in die Privatschule Luis Hess. Man werde keinesfalls mit den Schulen umziehen, diese seien zuerst dagewesen und der Prostitution müsse Einhalt geboten werden, so die Frauen. Man bittet die Polizei und die Hoteliers, die Verkaufstätigkeit des sexuellen Tourismus zu bremsen. Ilana Neumann, Bürgermeisterin von Sosua, will mit der Staatsanwaltschaft und den Ministerien für Umwelt, Tourismus und Gesundheit, die Prostitution und den Sextourismus besser kontrollieren.

Ein Großteil der Bewohner von Sosua sieht nicht nur die Schuld bei der Prostitution, sondern auch bei den Behörden, welche bedingt durch die Korruption, nicht den erforderlichen Dienst zum Wohle des Volkes bieten.

Anmerkung der Redaktion: „und täglich grüßt das Murmeltier“, so müsste man die Meldung überschreiben. Immer wieder unternimmt die Bürgermeisterin Aktionen gegen die Prostitution.

Zugegeben, Sosua ist eine alte Gemeinde, seit der 80er Jahre kam der Aufschwung mit dem Tourismus. In Reiseführern wurde der Ort als das „Ibiza der Karibik“ bezeichnet, was eindeutig auf die Ausrichtung im Tourismus hinweist. Party, Spaß, auch Frauen gehörten zum Geschäft. Diese Zeiten sind lange vorbei, mehr als 20 Hotels sind geschlossen seit der großen „Partyzeit“ mit einem halben Dutzend gut besuchter Discotheken. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob Sextourismus diese Region belebt hat und ob, seit man dieses bekämpft, die Region schlechter besucht wird. Mehr Prostituierte? Es gibt ein Auf und Ab, saisonal bedingt. Gerade Weihnachten / Neujahr ist nicht nur die touristische Hochsaison in der Dominikanischen Republik, vor Weihnachten wollen viele Frauen ihre wirtschaftliche Situation aufbessern, schließlich braucht man Geld für Geschenke und Weihnachtsbraten.

Besonders kurios, wenn man nun Hoteliers bittet, den Sextourismus einzuschränken. Die meisten Hotels in Sosua sind heute kleine Pensionen und Herbergen, die genau diese Zielgruppe bedienen: Singles, die im Urlaub eine Begleitung suchen. Von diesen Hoteliers verlangt man nun, dass sie den Ast, auf dem sie sitzen, absägen?

Quelle:Almomento