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Dominikanische Republik: Mehrheit der Bürger sieht demokratische Standards unerfüllt

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Regierungspalastkuppe 2Santo Domingo.- Die Mehrheit der Dominikaner glaubt, dass ihr Land die grundlegenden Standards eines demokratischen Staates nicht erfüllt. Kritik gibt es für die Regierung, die laut ihrer Bürger das Bürgertum nicht beachtet, die Gleichheit vor dem Gesetz nicht existiert. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage vom ISD (Institut für soziale Forschung und Entwicklung), durchgeführt im Oktober und November 2016.

Nach Auswertung der Umfragen kam heraus, dass 80 % der Bevölkerung keine Gerechtigkeit zwischen Arm und Reich sehen. Vor dem Gesetz sind hier nicht beide Seiten gleichgestellt. 60 % der Befragten sahen sich von Behörden nicht vertreten und die Hälfte räumte ein, dass es Personen gibt die Vorrechte genießen, besondere Stellen bekommen und individuelle Rechte genießen.

76 % der Dominikaner bezeichnen die Demokratie als beste Regierungsform, 75 % wünschen sich eine härtere Hand seitens der Regierung, vor allem beim Thema Sicherheit. Schwächen zeigt nach Auffassung der Befragten die Regierung auch bei Themen wie Rassismus, der Akzeptanz verschiedener sexueller Identitäten, dem Abtreibungsgesetz und der Gleichstellung von Frauen und deren Missbrauch, physisch wie psychisch.

Die Beurteilung der Regierung nach Punkten, auf einer Skala von 0 – 100, gab es zu folgenden Themen diese Wertung: Städtische Sicherheit 21 Punkte, Kampf gegen Korruption 22 Punkte, Kampf gegen Armut 35 Punkte, Wirtschaftshandhabung 36 Punkte, durchschnittlich kam man auf 37 Punkte. Wirklich gut wurde nur der Bildungssektor bewertet mit 72 Punkten. Das Vertrauen in Regierungspräsidenten Danilo Medina gaben 66 % der Befragten.