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Dominikanische Republik: Grüne Bewegung fordert Ermittlungen gegen Präsidenten

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2017 12 05 um 11.06Santo Domingo.- Die seit Monaten aktive Organisation „Marcha Verde“ forderte einmal mehr bei ihrem letzten Protestmarsch eine juristische Ermittlung gegen den Präsidenten der Dominikanischen Republik. Dazu wendete man sich mit einem Schreiben an Abgeordnete. Wie die Bewegung mitteilte, wolle man Danilo Medina wegen umstrittener Verknüpfungen im Falle Odebrecht verfolgt werden.

Diesmal stellte man diese Forderung nicht nur bei einem der Protestmärsche, die wöchentlich im Land stattfinden, sondern in einem Schreiben an die Abgeordneten Fidel Santana, Fariseos Raúl und Fidelio Despradel gerichtetes Schreiben. Marcha Verde sieht schwere Fehler und Vergehen in den Funktionen und Ausübungen des Staatsoberhauptes und verlangt nach Ermittlungen. Ein Punkt der Belastung sei der in Brasilien wegen Korruption verurteilte Joa Santana, der als Wahlhelfer für die Periode 2012 – 2016 aktiv war. Santana und Medina pflegen, so der Sprecher der Bewegung, enge Beziehungen.

Desweiteren erinnert man an die Brasilianer Fernando Migliaccilio und Luiz Eduardo da Rocha Soares, welche Überweisungen in Millionenhöhe von Odebrecht getätigt haben um Wahlkampagnen in der Dominikanischen Republik zu unterstützen. Die PLD habe über die Firmen „Polis Caribe SRL“ und „Cine & Art 2013“, deren Eigentümer Joao Santana ist, viele Gelder erhalten. Eine weitere Ermittlung fordert „Marcha Verde“ im Falle der Kohlekraftwerke bei Punta Catalina in der Provinz Peravia. Auch hier sieht man Verbindungen zu Spenden der Wahlkampagne 2016 um Medina zur Wiederwahl zu verhelfen.