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Puerto Rico: Hurrikan Maria, 14 % weniger Bevölkerung

  • Kategorie: News

Bildschirmfoto 2017 11 07 um 10.32San Juan.- Hurrikan Maria hat die Karibikinsel Puerto Rico voll getroffen und die Insel vom Südosten Richtung Nordwesten überquert. Diese Naturkatastrophe löste viele Probleme aus, es gab wochenlang keinen Strom, der Treibstoff ging aus. Kurz zuvor musste man auf Puerto Rico seinen Bankrott erklären, im Mai lagen die Staatsschulden bei 73.000 Millionen USD!

Seither hat sich die Bevölkerung reduziert. Man rechnet mit 2,9 Millionen Bewohnern und geschätzt haben seither zwischen 114.000 und 213.000 Personen die Insel verlassen. Bis 2019 rechnet man mit einer weiteren und deutlichen Abwanderung, bis zu 14 %, oder mehr als 470.000 Abwanderern. Der Wirtschaftskrise folgten zwei Hurrikane, Irma und Maria. Die Folgen dieser Orkane sind bis heute noch nicht genau berechnet worden, der Schaden ist immens.

Zuerst wanderten die Bewohner Puerto Ricos nach Florida aus, schon bald wurde dieser Hauptfluchtort von New York abgelöst. Seit dem 3. Oktober gingen mehr als 134.000 Bürger von der Insel in den Südosten der USA. Tampa, Orlando und Miami waren die Ziele. Bisher weiß man nicht, wie viele Puerto-Ricaner für immer gegangen sind, wie viele zur Zeit nur Unterschlupf bei Freunden und Verwandten suchen.

Seit Anfang dieser Woche haben erst 42 % der Bewohner von Puerto Rico wieder einen Anschluss zum Stromnetz. Hurrikan Maria hatte die Stromversorgung im Land zu 100 % ausgeschaltet. Nach Angaben der Regierung starben mindestens 51 Personen, 10 Personen gelten als vermisst. Noch immer leben rund 2.600 Personen in Notunterkünften.

Die Insel Puerto Rico gehört zu den USA, darum können die Bewohner problemlos in die Vereinigten Staaten einreisen. Dies ist auch der Grund, warum nach wie vor aus der Dominikanischen Republik weiter Menschen in Richtung Puerto Rico fliehen und den gefährlichen Mona – Kanal überqueren. Von Puerto Rico aus kann man problemloser in die USA weiterreisen.