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Dominikanische Republik: Finanzministerium und Staatsanwaltschaft gegen das Glücksspiel

  • Kategorie: News

banca1 2Santo Domingo.- Der einfache Weg führt selten zum Erfolg, der dornige schon. Dennoch, in der Dominikanischen Republik hofft man auf die einfache Lösung. Klarer ausgedrückt: Statt in Bildung und Ausbildung zu investieren hofft man auf das Glück. Täglich bringt man ein paar Pesos zur Lottobude (Banca), in der Hoffnung auf den Millionengewinn. Der bleibt natürlich aus, aber die Hoffnung schwindet nicht, im Gegenteil, es gibt immer mehr Annahmestellen für Gewinnspiele und Wetteinsätze.

Aus diesem Grund werden die Generalstaatsanwaltschaft und das Finanzministerium des Landes nun gemeinsam gegen das schnell wachsende Lottogeschäft vorgehen. Die meisten dieser Lottobuden verfügen nämlich nicht über die entsprechenden Lizenzen. Finanzminister Donald Guerrero Ortiz und Generalstaatsanwalt Jean Alain Rodriguez haben einen Kampf gegen das illegale Business angekündigt.

Nicht nur den Eigentümern der Bancas droht Ungemach, auch dem Personal. Diese wertet man als Komplizen, sie unterstützen den Verkauf ungesetzlicher Glücksspiele und man will diese Personen der Justiz unterwerfen. Dem Bürgertum verspricht man nun bessere Ergebnisse im Kampf gegen die Auswucherung der Lottobuden und Wettbüros, da nun zwei Behörden gemeinsam aktiv werden. Jede Anzeige werde man prüfen und wenn eine Verletzung der Gesetze vorliegt, wird man auch aktiv werden, so Rodriguez.

Das Finanzministerium überwache nun seinerseits diese Geschäfte, Minister Guerrero Ortiz kündigte an, mehr als 6.000 Geschäfte dieser Art noch in diesem Jahr schließen.

Anmerkung der Redaktion: Ist es nicht ein Armutszeugnis, wenn die Generalstaatsanwaltschaft nicht allein in der Lage ist, das Gesetz durchzusetzen und zu kontrollieren? Zudem ist es das Volk, welches ausgiebig das Angebot nutzt, warum soll man ihnen hier einen erfolgreichen Kampf versprechen? Will man das auf der Straße auch? Es ist doch bequem, wenn man nicht so weit laufen muss!

Und das Personal zur Verantwortung ziehen? Da haut man wieder auf die ärmsten der Armen. Das Personal, meist alleinerziehende Mütter, haben hier die Möglichkeit, sich ein wenig Geld dazu zu verdienen. Wo kriegt man schon einen Job, wenn man jung Mutter wurde und den Bildungsweg verlassen hat? Abgesehen davon haben diese Personen wohl kaum die Position, die Rechtslage zu prüfen. Wer würde schon einen Job bekommen, wenn man den Chef beim Einstellungsgespräch fragt, ob er denn ein legales Geschäft betreibt?