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Haiti: Dominikaner an Grenze ohne Visum abgewiesen

  • Kategorie: News

Grenze1 2Dajabon.- Den massiven Verfolgungen und Deportationen illegaler Haitianer in der Dominikanischen Republik begegnet das Nachbarland entsprechend. Auge um Auge, so hat man das Gefühl. Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis wird nie entstehen. In den vergangenen Wochen haben hunderte Haitianer ihr Land verlassen, betteln, verkaufen und bieten Dienstleistungen an um nun in der DomRep zu überleben.

Dies sehen Dominikaner nicht gerne, man wirft dem ungeliebten „Bruder“ vor, er nehme Arbeitsplätze weg, begehe Verbrechen. Entsprechend der massiven Einreisewelle folgt nun eine Welle der Abschiebung. Die Vergeltungsmaßnahmen aus Haiti ließen nicht lange auf sich warten. Im Norden (Dajabon), fallen immer wieder Schüsse. Das dominikanische Heer und die Einheit zur Grenzsicherung (Cesfront) ist aktiv, verjagt Haitianer, wie illegal ins Land eindringen wollen indem sie den Fluss Rio Masacre durchqueren.

Auf der anderen Seite, am haitianischen Grenzposten Juana Mendez, reagieren die Mitarbeiter der Zoll- und Einwanderungsbehörden, verhindern die Einreise nach Haiti für Dominikaner ohne Visum. Dabei handelt es sich um Arbeiter, welche als Installateure, Anstreicher, Maurer, Mechaniker oder Kaufleute, sie alle arbeiten in Haiti, wohnen aber in der Dominikanischen Republik. Rechtmäßig benötigt man für den Grenzübertritt ein Visum, doch wurde oft bei Arbeitern darauf verzichtet.