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Dominikanische Repubplik: Barahona lockt mit Müllstrand

  • Kategorie: News

Screen Shot 2017 02 15 at 2.01.50 PMBarahona.- Seit mehr als zwei Jahrzehnten nennt man die Provinz Barahona die „Perle des Südens“. Man wirbt mit Ökotourismus, hat in der Tat zahlreiche Attraktionen zu bieten. Die größte Süßwasser-Lagune, Naturparks, vor allem bietet die Provinzhauptstadt eine schöne Bucht mit feinem Sandstrand. Dies ist in den folgenden Orten wie San Rafael, Paraiso, Los Patos oder Ojeda nicht der Fall. Bis Pedernales gibt es sonst nur Strände mit Kies. Doch aus diesem Privileg macht Barahona nichts. Seit rund 10 Jahren ist die Bucht von Barahona, der schöne Sandstrand, „dekoriert“ mit Abfällen.

Das Karibische Meer spült all den Müll an die Küste und dort bleibt er liegen. Wie gut, dass man die Fäkalien nicht sehen kann, denn das Klärwerk von Barahona hat seit der Erbauung auch noch nie funktioniert. Es zu reparieren kommt den Behörden nicht in den Sinn, die „Biomassen“ gelangen ungereinigt ins Meer. Die Wasserwerke (INAPA), das Bürgermeisteramt, die Tourismus- und auch die Umweltbehörde schaut tatenlos zu.

Kein Störfall, das Klärwerk wurde erbaut, erste Leitungen verlegt, im Jahre 1996. Unter der Regierung Fernandez begann man, doch seit über 20 Jahren hat man nur ein nicht funktionierendes Klärwerk. Über die Kanäle, Bachläufe und Flüsse gelangt der Unrat aus den Barrios ins Meer, von dort bringt die Strömung den Müll zurück in die Bucht von Barahona. Sowohl der Tourismus als auch die Umweltbehörden verfügen über Arbeitsbrigaden, doch sieht man die mehr als 30 Arbeiter nicht am Strand, zumindest nicht bei der Arbeit.

Die Arbeiter stehen auf der Lohnliste der Stadtverwaltung, doch offensichtlich muss niemand arbeiten. Mit dieser Politik erreicht Barahona nicht, die Touristen dauerhaft von seinen Vorzügen zu überzeugen. Jeder kommt einmal, ist begeistert von der Schönheit der Natur, aber am Ende ist man abgeschreckt von der Art, wie mit der Umwelt umgegangen wird. Müll und Sch***se will kein Urlauber ein zweites Mal sehen. Das Schöne hat man gesehen, das Hässliche aber bleibt in der Erinnerung. Foto: Mit freundlicher Genehmigung von H.R. Cuello