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Schweiz will Duvaliers Gelder an Haiti zurückzahlen

  • Kategorie: News

duvalierGenf.- Ex-Diktator Baby Doc, alias Jean Claude Duvalier, regierte Haiti mit harter Hand und als er ins Exil zog, nahm er Millionen von USD mit. Das gesamte Vermögen des Diktators ist nahezu unschätzbar, aber rund 6,3 Millionen USD befanden sich auf Konten bei Schweizer Banken. Diese hatten das Geld beschlagnahmt und wollen nun so schnell wie möglich diese Gelder an das Land Haiti zurückerstatten.

Roberto Balzaretti, Direktor für Öffentliches Völkerrecht der Schweizer Regierung, erklärte gegenüber der Presse, dass die letzte Entscheidung der Schweiz aus dem Jahr 2013 datiert als man das Geld des verstorbenen Duvalier beschlagnahmt habe. Damals habe man entschieden, dass diese Gelder des Diktators nicht ihm gehören und die beschlagnahmten Vermögen dem Land Haiti zurück zu geben sind. Seither sei das helvetische Bündnis in Kontakt mit den Behörden des Karibikstaates.

Wahlverzögerungen, Orkane und andere Umstände haben jedoch die Kommunikation erschwert und deshalb sei man bisher nicht weiter gekommen. Balzaretti bestätigt, dass man bemüht sei die Gelder zu überweisen um der haitianischen Gemeinde zu helfen. Haitis Regierung selbst reklamiert jedoch mehr als 100 Millionen USD, Gelder, die der Diktator bei seiner Ausreise 1986 aus sozialen Werken entzogen habe. Jean Claude Duvalier, bekannt als Baby Doc, setzte die Politik seines Vaters fort, der als Diktator Papa Doc gefürchtet war. Beide regierten Haiti unter harter Hand, missachteten Menschenrechte und mit einer gewaltigen Korruption. Baby Doc regierte nach dem Tod seines Vaters von 1971 bis 1986, lebte in Frankreich bis zum Jahr 2011 im Exil und kehrte dann nach Haiti zurück, angeblich wollte er seinem Heimatland helfen.