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Karibik: Neue Studie - Kein Zusammenhang zwischen Zika und Mikrozephalie

  • Kategorie: News

mikrozephalieWashington.- Das Auftreten des Zika-Virus in Südamerika, Mittelamerika und der Karibik, dem Lebensraum des Moskitos Aedes aegypti, sorgte für große Besorgnis. Eine Zika-Infektion verläuft in 80 % der Fälle sogar ohne Symptome, ansonsten ist Zika deutlich weniger schmerzlich als Chikungunya und deutlich weniger gefährlich als Dengue. Alle Krankheiten werden durch den vorgenannten Moskito übertragen. Warum also ist man so besorgt um eine Zika-Infektion? Zuerst stellte man fest, dass eine Infektion auch durch Sex übertragbar ist. Dann brachte man den Zika-Virus in Zusammenhang mit der Krankheit Mikrozephalie. Das sind Missbildungen bei Neugeborenen, der Schädel ist kleiner, das Gehirn weniger ausgebildet.

Man ging nach einiger Zeit der Zika-Infektionen davon aus, dass dieser Virus in Verbindung gebracht werden kann mit dieser Missbildung, wenn eine Frau in ihrer Schwangerschaft an Zika erkrankt. Auch das GPS (Guillan Barre Syndrom) wurde mit Zika in Verbindung gebracht, in diesem Fall können auch Erwachsene diese Nervenerkrankung bekommen. Nun haben sich Wissenschaftler aber gefragt, ob die Zusammenhänge zwischen Zika und Mikrozephalie wirklich stimmen. Es gibt immerhin Länder mit Zika-Viren, doch es gab keinerlei GPS oder Mikrozephalie-Vorkommen.

Kolumbien wurde in einer Studie herangezogen. 12.000 schwangere Frauen hatten sich mit dem Zika-Virus infiziert, es gab nicht einen Fall der Mikrozephalie. Dies steht im krassen Gegensatz zu Untersuchungen in Brasilien. Hier hatte die gleiche Anzahl Schwangerer mehr als 1.500 mal ein Neugeborenes mit Mikrozephalie zur Welt gebracht. Dann jedoch berichtete man in Kolumbien von vier Frauen mit Zika-Virus und einer Geburt mit Mikrozephalie. Dies entspricht in etwa der Rate an Geburten mit Mikrozephalie die es normalerweise gibt. Bis zum 28. April diesen Jahres gab es 50 Neugeborene mit Mikrozephalie, aber die Mütter haben keinen Nachweis auf den Zika-Virus erbracht. Fazit: das zahlreiche Auftreten von Mikrozephalie in Brasilien muss neu untersucht werden.

Eine Quote von 2 / 10.000 Geburten mit Mikrozephalie gilt als normal. In Brasilien kann es nun durchaus sein, dass am Ende doch ein Schädlingsbekämpfungsmittel, ausgerechnet gegen Moskitos, der Grund für das zahlreiche Auftreten von Missbildungen ist. Es handelt sich um Pyriproxyfen, dies wird dem Trinkwasser zugesetzt um Moskitolarven abzutöten. In der Dominikanischen Republik, als zweitgrößte Antilleninsel in der Karibik und mit mehr als 6 Millionen Besuchern im Jahr, gibt es auch zahlreiche Zika-Infektionen. Diese treten aber selten in Hotelregionen auf, hier wird entsprechend gegen die Moskitos mit Insektiziden gearbeitet. Auch hier hat sich unter den Einheimischen, wo eine hohe Schwangerschaftsrate herrscht, nicht signifikant die Zahl der Mikrozephalie-Geburten erhöht.