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New Yorks Bürgermeister will Tourismus in die Dominikanische Republik boykottieren

  • Kategorie: News

HispaniolaMapNew York.- Seit Beendigung des Regulierungsplanes in der Dominikanischen Republik gibt es Aufregung in der weiten Welt und vorne weg in den USA. Wegen vermeintlicher massiver Rückführungsaktionen von illegalen Haitianern rief Bill de Blasio, New Yorks Bürgermeister, zu einem Boykott auf. Damit will er die wichtigste Einkommensquelle der DomRep empfindlich treffen, den Tourismus. Dafür gab es einige Kritik gegen den Bürgermeister.

Euclides Sanchez, Senator aus der Provinz La Vega schloss sich der Meinung des dominikanischen Botschafters in Washington, Jose Tomas Perez, an. Beide nennen diesen Boykottaufruf eine politische Scheinheiligkeit. Es gab von vielen weiteren Funktionären und Politikern aus der Dominikanischen Republik schwere Vorwürfe gegen de Blasio.

\Fakt ist: Wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das Selbe. Auch die USA schiebt Kriminelle ab. Ein illegaler Aufenthalt in der Dominikanischen Republik ist eine Straftat, also darf man diese Straftäter auch abschieben. Unabhängig davon hat die Einwanderungsbehörde bisher von Massenabschiebungen abgesehen, im Gegenteil, man bietet kostenfreie Transporte aus verschiedenen Orten der Dominikanischen Republik nach Haiti an.

Das sind keine Deportationen, hier handelt es sich um Freiwillige. Haitianer, die einer Abschiebung zuvorkommen wollen, eine Hetzjagd befürchten. Lieber jetzt mit Hab und Gut gehen (und die Möglichkeit einer Rückkehr zu haben), als später sofort deportiert zu werden und hier im Land alles zu verlieren.

Die USA befindet sich zudem in unmittelbarer Nachbarschaft zur Insel Hispaniola (mit ihrem Bundesland Puerto Rico, der Nachbarinsel in den Großen Antillen). Was macht man dort mit aufgegriffenen illegalen Einwanderern? Sie werden umgehend deportiert. Die dominikanische Regierung hat sicher nicht sehr human gehandelt indem man im Nachhinein mehr als 250.000 Menschen ihre Staatsbürgerschaft aberkennt und sie als „illegal“ deklariert. Doch gab es monatelang die Chance entsprechende Papiere einzureichen. Hier hat vor allem Haitis Regierung versagt und nicht entsprechende Dokumente an ihre Bürger ausgehändigt.