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Dominikanische Republik: Sicherheitskräfte an der Grenze greifen hart durch

  • Kategorie: News

Dominikanische Soldaten am Grenzmarkt in DajabonDajabon - Jeden Montag und Freitag Morgen, füllt sich die bi-nationalen Marktstadt Dajabon füllt. Tausende Haitianer kommen über die Grenze in die Dominikanische Republik und säumen die Straßen von Dajabon mit allem von Kleidung über Windeln bis hin zu Nahrung. Sie warten auf die Dominikanischen Käufer, die mit Bussen, Motorrädern und SUVs aus den Städten im ganzen Land ankommen, angelockt von den günstigen Preisen die von den haitianischen Verkäufern angeboten werden.


Märkte wie Dajabon sind eine Lebensader für viele Haitianer. Das Erdbeben 2010 hat Haitis Hauptstadt dem Erdboden gleichgemacht, mehr als 200.000 Menschen wurden getötet. die nachfolgende Cholera-Epidemie nur Monate später führte zu mindestens 8000 weiteren Todesfällen. Ein Staatsversagen folgte der Katastrophe und die meisten Haitianer blieben sich selbst überlassen. Im Gegensatz zu Haiti, blieb die Dominikanische Republik durch das Erdbeben weitgehend unberührt, obwohl die beiden Länder sich die gleiche Insel teilen.

DHaitianische Haendler am Markt in Dajabonie politische Lage in Haiti hat sich in den letzten Monaten verschlechtert, was laut dem Dominikanischen Sicherheitspersonal und den Haitianern auf dem Markt dazu führte, dass eine größere Zahl an Migranten als üblich versuchen, die Grenze zu überqueren, legal und illegal. Die Regierung der Dominikanischen Republik hat darauf mit hartem Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die haitianischen Migranten reagiert, was zu einer Verschlechterung der historisch schwierigen Beziehung zwischen den beiden Ländern geführt hat.

Die Haitianer auf dem Markt sagen, dass die Situation zu Hause zunehmend verzweifelter wird, mit steigenden Preisen und einer Regierung die es versäumt hat, wenigstens die grundlegenden Dienstleistungen wie Strom zu liefern. "Die Regierung funktioniert nicht, sagt Jocquelin Guilloume, 33, die auf der Seite der Straße in Dajabon Second-Hand-Kleidung verkauft, gegenüber dem Nachrichtenjournal Al Jazeera.

In den letzten Monaten sind Proteste gegen die Regierung in Haiti ausgebrochen. Tausende von Demonstranten marschierten in der Hauptstadt Port-au-Prince und anderen Städten des Landes und beklagten die Korruption der Regierung. Haitis Parlament zerbrach letzte Woche nachdem seine Amtszeit ohne eine Einigung für eine Verlängerung zwischen dem Gesetzgeber und Präsident Michel Martelly, abgelaufen ist.

"Sie protestieren für Strom", sagte Guilloume.

Felix, ein 34-jährige Haitianer am Markt in Dajabon, der es wie viele, die mit Al Jazeera sprachen ablehnte, seinen Nachnamen zu nennen, stimmte zu, dass eine der Hauptbeschwerden der Demonstranten der Mangel an Strom und anderen grundlegenden Dienstleistungen sei, aber auch die steigende Preise würden die Proteste forcieren. Die Lebenshaltungskosten seien zu hoch, erklärte Felix. Alles sei teuer. Mehr als die Hälfte der 10 Millionen haitianischen Einwohner leben von weniger als 2 Dollar pro Tag, so dass selbst eine kleine Erhöhung der Warenpreise, eine große Wirkung haben kann.

Grenze Haiti Dominikanische RepublikDie Dominikanische Regierung reagierte auf die Proteste in Haiti durch die Erhöhung der Sicherheitskräfte an der Grenze. In den ersten beiden Januarwochen, haben Soldaten mit der Cesfront, Grenzsicherheitskräften, ausgebildet von den Vereinigten Staaten, jeden Tag rund 1.000 Haitianer gestoppt, die versuchten, illegal die Grenze zur Dominikanischen Republik zu überqueren, berichteten lokale Medien.

Ein paar Meter entfernt vom überfüllten Zollübergang in Dajabon, beobachtet ein junger Cesfront Soldat, der seinen Namen nicht nennen wollte, bewaffnet mit einem automatischen Gewehr und einer gefälschten Designer-Sonnenbrille die Grenze. Sie hätten vor ein paar Monaten von ganz oben den Auftrag erhalten, die Sicherheit entlang der Grenze zu erhöhen, sagte er.

Etwa 2.000 Haitianern seien zweimal in der Woche am Markt in Dajabon erlaubt, berichtet der Soldat, aber sei ist ihnen nicht erlaubt zu bleiben. Eine Reihe von Militärposten an der Straße die aus Dajabon führen, hindern die Haitianer, die während der Markttage temporär ins Land dürfen daran, weiter ins Land vorzudringen oder dauerhaft in die Dominikanische Republik zu kommen. Auch andere Cesfront Soldaten, stationiert ein paar hundert Meter entfernt, sind sich einig, dass sich die Sicherheitslage vor kurzem verschlechtert hätte. Man hätte Verstärkungen entlang der Grenze geschickt, weil die Haitianer illegal über die Grenze kommen würden sagte einer der Soldaten.

Kinder an der Haitianisch Dominikanischen GrenzeHinter den Soldaten kann man Haitianer sehen, die sich im seichten Fluss, der die Grenze zwischen den beiden Ländern bildet, waschen. Er ist bekannt, wegen der Tötungen zur Kolonialzeit sowie dem Massaker an Tausenden Haitianern 1937, angeordnet vom ehemaligen Dominikanischen Diktator Rafael Trujillo, als Massacre Fluss bekannt. Kinder spielen und unterhalten sich über einen Zaun in der Nähe der Grenze.

Die harte Vorgehen der Sicherheitskräfte ist nur die jüngste von vielen Maßnahmen der dominikanischen Regierung, um den Fluss der haitianischen Immigranten zu steuern. Im vergangenen Jahr hat die Regierung beschlossen, 210.000 haitianischen Einwanderern, darunter viele, deren Eltern staatliche Genehmigungen gegeben wurden, um in den vergangenen Jahrzehnten in den Dominikanischen Feldern zu arbeiten, die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Dieser Schritt wurde von Menschenrechtsgruppen weitgehend kritisiert, aber diejenigen, die ihre Staatsbürgerschaft verloren, sind nicht in der Lage, dies anzufechten. Die Dominikanische Republik sei nicht besonders rücksichtsvoll mit den Haitianern, sie würden sich nicht um sie kümmern, berichtet Wilfride. Felix stimmt zu und sagt die meisten Haitianer würden engere Beziehungen mit der Dominikanischen Republik wollen, aber dieses Gefühl würde auf der anderen Seite der Grenze nicht geteilt werden.

Obwohl viele Analysten sagen, dass die kompromisslosen Anti-haitianischen Ansichten hauptsächlich von kleinen, nationalistischen Eliten gezeigt werden, sind Graffitis auf denen "Haitianer raus" zu lesen ist, ein alltäglicher Anblick in der Hauptstadt Santo Domingo.

Rigobto Nunez, ein Dominikanischer Mann der auf der Straße in der Nähe der Grenze zu Haiti lebt, prophezeit, dass sich Sicherheitslage nur noch verschlimmern würde, wenn sich Haitis Wirtschaft nicht verbessere.