Menu

Haiti: Nou an Danje - 10 Künstler und ein starker Song für die Umwelt

  • Kategorie: News

Haitianische Kuenstler singen fuer den Umweltschutz10 Künstler, Komponisten und Interpreten aus der berühmten haitianischen Musikindustrie: K-LiBr, BIC, Rutchelle Guillaume, Princess Eud, Stanley Georges, Belo, Tamara Suffren, Darline Desca, Jean Jean Roosevelt und Nathalie Jean, versammelten sich diese Woche in Port-au-Prince um den Titel und das Musikvideo «Nou einem Danje» (Wir sind in Gefahr) zu präsentieren.


Diese Initiative, die von der Firma Panos Karibik, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Marc Arthur-Stiftung, der Audubon Gesellschaft Haiti (SAH), der Plattform der Zivilgesellschaft zum Klimawandel (PSC-CC) und dem Ministerium für Umwelt (MDE) finanziert wurde, soll dazu dienen, die Haitianer über die Bedeutung der Erhaltung der biologischen Vielfalt aufzuklären und eine Verhaltensänderung in der Bevölkerung zu fördern.

Jeder Künstler hat in diesem Werk seine eigene Wahrnehmung eingebracht, um die Dringlichkeit, die Zerstörung der Umwelt und der biologischen Vielfalt zu stoppen, zu betonen. "Nou ein Danje" beginnt mit Belo, der sich auf die Beobachtung der Klimaprobleme bezieht und daran erinnert, dass der Beitrag eines jeden notwendig ist, für die Zukunft der Kinder, des Landes und der Welt.

Nach Ansicht von Experten der MacArthur Foundation, hat Haiti erhebliche Ressourcen, von geschätzten 56,2 Milliarden Kubikmetern Wasser. Jedoch nimmt die, für die Bewässwerung zur Verfügung stehende Menge an Wasser, aufgrund der raschen und übermäßigen Abholzung und einem Mangels an effektivem Management der verfügbaren Ressourcen, signifikant ab. In Bezug auf die Tierwelt, so die Experten, finden sich im Land mehr als 2000 Arten, davon sind 75% endemische Arten.

Trotz der bemerkenswerten Artenvielfalt von Haiti, sind die rasche Verschlechterung der Umwelt, Naturkatastrophen und der Klimawandel, Bedrohungen und Belastungsfaktoren, welche die Ökosysteme untergraben, betont Philippe Bayard, Präsident der Audubon Gesellschaft Haiti. Der Klimawandel werde direkte Auswirkungen auf die Wasserressourcen, die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit in Haiti haben. Diese könnten die Bemühungen zur Verringerung der Armut und zur Erreichung der nationalen Entwicklungsziele ernsthaft gefährden.

Diese Initiative erinnert daran, wie wichtig es ist, alle Kräfte der Gesellschaft zu mobilisieren, um jeden zu ermutigen, sich über die globale Erwärmung, eine Frage von nationaler und globaler Bedeutung, Gedanken zu machen, erklärte der Direktor der UNDP. Um die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf den Entwicklungsprozess des Landes zu mindern, wird die UNDP die Regierung darin unterstützen, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung und produktiven Sektoren in den Küstengebieten zu stärken, um zu verhindern, dass kommende Unwetter, die Entwicklung des Landes beeinträchtigen.

Für seinen Teil, begrüßte Jean François Thomas, der Umweltminister das Engagement der Künstler für die Umwelt. Das Umweltministerium hätte zwar Wiederaufforstungs- und Abwasserentsorgungskampagnen sowie Managementprogramme durchgeführt, aber all diese Bemühungen seien umsonst, wenn sich die Haitianer nicht bewusst darüber werden, dass sie selbst die Akteure im Umweltbereich sind. Die Künstler seien ein wunderbares Mittel das Bewusstsein der Bevölkerung in Bezug auf den Umweltschutz zu stärken.