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Grasläufer (Tryngites subruficollis)

  • Kategorie: Tiere

Grasläufer - Tryngites subruficollisDer Grasläufer (Tryngites subruficollis) ist ein kleiner Watvogel aus der Gattung Tryngites und nach aktuellem Kenntnisstand deren einziger Vertreter. Er kommt in Nordamerika vor und ist ein seltener Irrgast, also eine Ausnahmeerscheinung in Südamerika und der Karibik. Am häufigsten wird er in Großbritannien beobachtet, wo sich zwischen 1958 und 1982 insgesamt 680 Individuen einfanden. Dabei handelt es sich meist um Jungvögel, die im Frühherbst dorthin verdriftet werden.

Merkmale
GraslaeuferDer Grasläufer erreicht eine Körperlänge von 18 bis 20 Zentimeter. Die Flügelspannweite beträgt 43 bis 48 Zentimeter. Das Gewicht variiert zwischen 55 und 75 Gramm. Der Grasläufer hat ein sandfarbenes Gefieder. Das Rückengefieder ist deutlich dunkler und weist eine dunkle Fleckung auf. Auffällig ist das dunkle Auge, das sich deutlich vom hellen Gefieder abhebt. Die Beine sind orange-gelb. Der Schnabel ist dunkel. Auffällig ist, dass die Art beim Gehen die Füße weit anhebt. Der Abflug erfolgt meist niedrig über dem Boden. Während des Nahrungserwerbs auch schnell rennend. Die Fluchtdistanz zum Menschen ist häufig sehr gering, bei Beunruhigung nehmen sie häufig zunächst eine starre Haltung an.

Lebensweise
Graslaeufer gelten als gering gefaehrdetDer Grasläufer brütet in den mit Gräsern bewachsenen Ebenen der Tundra des nördlichen Nordamerikas. Er ist ein Langstreckenzieher, der über Zentral-Nordamerika hinweg in den Süden Südamerikas zieht. Sein Hauptüberwinterungsgebiet liegt in Argentinien, insgesamt erstreckt sich das Winterquartier über das Zentrum Südamerikas und reicht vom Süden Bolivien bis in den Norden Argentiniens. Während des Durchzugs findet er sich auf Trockenrasen, Weideflächen, kurzrasigen Prärien, Golfplätzen, flughäfen, Rieselfeldern und Brachäckern auf.

Der Vogel wird als sogenannter Irrgast regelmäßig in Europa beobachtet, meist in Großbritannien. Hier vor allem in Schottland und Irland. Er tritt in Europa gelegentlich sogar in kleinen Schwärmen auf. Er hält sich gerne auf frisch gepflügten Feldern auf. Er ist gegenüber dem Menschen verhältnismäßig zutraulich und außerhalb der Brutzeit beispielsweise auch auf Golfplätzen oder Flugplätzen zu beobachten. Seine Nahrung sind Insekten. Der Grasläufer brütet am Boden. Ein Gelege umfasst durchschnittlich vier Eier.

Der Grasläufer brütet am Boden. sein Gelege umfasst durchschnittlich vier Eier.Der moderate und laufende Rückgang beruht auf Erhebungen bei den Rastplätze. Es wird vermutet, dass Veränderungen des Lebensraumes so Umweltverschmutzung Ursachen dafür sind. Der Bestand war zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr niedrig. Er hat sich mittlerweile jedoch stabilisiert, weshalb der Grasläufer von der IUCN als gering gefährdet angegeben wird.

Quelle: WIKIPEDIA, WIKIMEDIA Commons;