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Gejagt und gegessen: dominikanische Schlangen vom Aussterben bedroht

  • Kategorie: Tiere

Schlangen sind in der Dominikanischen Republik stark gefaehrdetHato Mayor.- Es gibt in der Dominikanischen Republik keine giftigen Schlangen welche tödlich sein können. Dennoch ranken sich Fabeln, Märchen und Geschichten um die Schlangen. Die falschen Geschichten und Mythen sind nun Schuld dass die „dominikanische Schlange“ vom Aussterben bedroht ist. Immer weniger trifft man diese Tiere in den Wäldern und Weiden, Sümpfen und Plantagen.

Die nicht giftigen Schlangen flößen vielen Menschen Angst ein, vor allem Frauen. So werden die Tiere gejagt und getötet, einfach so. Im Nationalpark Los Haitises und den Kakaoplantagen im Osten hingegen jagt man die Tiere aus einem anderen Grund: sie essen das Fleisch und extrahieren das Fett. In Naturläden und Apotheken verkauft man es teuer, es soll helfen bei Beklemmungsgefühlen in der Brust und Atemnot.

Sorgen macht man sich vor allem um die „Alsophis anamalus“, eine Schlange die auf den Böden lebt, bis zu 2 Meter Länge erreicht und eine grüne Farbe besitzt. Diese Art gibt es laut Zählungen und Notierungen nicht in anderen Ländern der Welt, sie ist in der Dominikanischen Republik endemisch. Bisher traf man diese Art nur auf der Isla Beata an und in der Bahia de San Lorenzo, Sabana de la Mar.

Es ist der Glaube dass Schlangen giftig und todbringend sind, darum macht man Jagd auf sie, oder um sie zu verspeisen, was vornehmlich im Osten des Landes üblich sein soll. Die Schlangen sind jedoch völlig ungefährlich und von wichtiger Bedeutung für das Ökosystem in den Wäldern. Der Irrglaube wird geschürt von der Kirche. Die Schlange versinnbildlicht das Böse, die Versuchung.Das war schon bei Adam und Eva so, seither ist die Schlange das Tier des Teufels. Diese Mythologie gilt allerdings nicht nur für die DomRep, es ist den meisten Ländern der Welt so.

Dominikanische Schlangen sind vom Aussterben bedrohtIn der Dominikanischen Republik gibt es zwei Familien, die „Los Boidos“ und die „Los Colibridos“. Beide Arten sind völlig unschädlich und sie unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass die Schlangen der Gattung „Los Boidos“ Eier legen während bei der anderen Art die Eier im Leib des Muttertieres verbleiben. Vor allem in den Wäldern im Osten, Süden und im Cibao trifft man auf Arten wie Hysirhychus, Laltris und Uromacer.

Schlangen der Familie „Los Colibridos“ sind deutlich kleiner, aber dafür sehr schnell unterwegs. Ihr Fleisch gilt als das schmackhaftere. Sie werden meist bis zu 50 Zentimeter lang und haben eine dunkle Hautfärbung mit hellen Strichen. Diese Schlangen sind ebenfalls endemisch auf Hispaniola, aber ihre Art gilt noch nicht als bedroht.

Die Gattung BOA kam ebenfalls vor, man fing diese Schlangen mit ihrer rötlichen Färbung in der Region des Rio Chavon bei La Romana und in Magua de Sabana de la Mar. Die gefangenen Exemplare brachte man in den Nationalen Zoo in Santo Domingo, andere Exemplare hatten weniger Glück und wurden aus der zuvor beschrieben Angst von der Bevölkerung getötet.

Boas können noch vertreten sein, sie sind ebenfalls ungefährlich und nähern sich den menschlichen Behausungen nur wenn es dort Mäuse gibt. Boas werden bis zu 4 Meter lang, sie gibt es in Rot- und Grautönen bis zu Schwarz. Sie ernähren sich gern von Ratten und Mäusen, aber auch Kröten und anderen kleinen Wirbeltieren. Schlangen sind vor allem in Reisfeldern nützlich wo sie Vögel und Nager jagen die hier als Schädlinge auftreten.