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Mimose - Mimosa pudica

Mimose - Mimosa PudicaDie Mimose (Mimosa pudica), auch Schamhafte Sinnpflanze genannt, ist eine tropische Pflanzenart in der Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Oft werden auch als Ziergehölze kultivierte Akazien (Acacia) wie z.B. Acacia dealbata als „Mimosen“ bezeichnet.

Die Mimosa pudica stammt aus Südamerika. Sie wächst sowohl im Wald als auch in tropischen und subtropischen Gärten und verbreitet sich rasch. So unter anderem in südeuropäischen Ländern. Es handelt sich um eine invasive Pflanze. Das Heißt, sie ist eine gebietsfremde Pflanzenart, die unerwünschte Wirkungen auf andere Pflanzenarten, Lebensgemeinschaften und Biotope hat. In Europa ist die Mimose als Zimmer--oder Kübelpflanze sehr beliebt.

Die Blaetter ziehen sich bei Beruehrung zusammenDie Schamhafte Sinnpflanze ist ein Halbstrauch; die Pflanze verholzt in zunehmendem Alter unten etwas. Die lang gestielten Laubblätter sind doppelt gefiedert mit ein bis zwei Fiederpaaren 1. Ordnung und jeweils 10 bis 26 Paaren von ungestielten Fiederblättchen 2. Ordnung. 7 bis 8 mm lange Nebenblätter sind vorhanden.

Es werden vielblütige, köpfchenförmige Blütenstände mit Durchmessern von 8 bis 10 mm gebildet. Die Blüten sind rosa. Die Kronblätter sind rötlich. Die Staubblätter sind rosa und machen den Hauptteil der Wirkung des Blütenstandes aus. Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Sie bildet flache, gegliederte, 12 bis 18 mm lange und 2 bis 4 mm breite Hülsenfrüchte mit zwei bis fünf Segmenten. Die Vermehrung erfolgt durch die hellbraunen Samen.

Sinnpflanze Mimose - Mimosa PudicaDie Mimose vollführt Nastien, also durch den Bau der Pflanzenorgane vorgegebene Bewegungen. Die Pflanze reagiert lebendig in Sekundenschnelle auf Berührung, Erschütterung, schnelle Abkühlung oder schnelle Erwärmung, außerdem auch auf Änderung der Lichtintensität. Dabei wird nur die betroffene Region der Pflanze blattweise eingeklappt. Nach einigen Minuten strecken sich die eingezogenen Zweige und Blätter wieder aus. Daher kommt auch der englische Name „Touch-me-not“ oder „Berühre mich nicht“ und die Bezeichnung „mimosig“ bzw. „mimosenhaft“.

Diese Bewegungen sind auf Turgorveränderungen zurückzuführen. Der Turgor der Zellen in den Pulvini nimmt ab. Die Pulvini sind motorische Gewebe an den Blattgelenken. Ihre Zellen verlieren Kaliumionen, worauf Wasser die Zellen auf osmotischem Weg verlässt. Daher erschlaffen die Blattgelenke. Die meisten Turgorbewegungen unterscheiden sich von den typischen Wachstumsbewegungen durch ihre Reversibilität.

Die Schamhafte Sinnpflanze ist ein HalbstrauchTurgorbewegungen sind jedoch nur dann reversibel, wenn der osmotische Druck in den Zellen des Bewegungsgewebes nach einer gewissen Zeit auch wieder absinken bzw. steigen kann. Solche Änderungen findet man bei einigen Blattstielgelenken, die ein tagesperiodisches Heben und Senken von Blättern nach sich ziehen. Die Zweige der Mimose besitzen schützende Stacheln. In der Nacht ziehen sich die Blätter ebenfalls zusammen (in die „Schlafstellung“) und reagieren nicht so stark wie am Tag. Eine ausführlichere Beschreibung des Bewegungsmechanismus findet sich im Gattungsartikel der Mimosen.

Alle Teile der Mimose sind gesundheitsschädlich und unverträglich. Sie sollte nicht verzehrt werden und unzugänglich für Kinder oder Haustiere stehen

Quellen: WIKIMEDIA COMMONS, WIKIPEDIA