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Limoncillo – die kleinen Früchtchen aus der Dominikanischen Republik

Limoncillo - Melicoccus bijugatus Melicoccus bijugatus - die Frucht, die unter anderem auch als Spanisch lime, Guenepa, Chenet, Canepa, Limoncillo oder Mamoncillo bekannt ist, hat eine Vielzahl von regionalen Namen, von denen sich viele vom Aussehen, Geschmack und der Textur der Frucht ableiten.

 

Insbesondere der Name Mamoncillo bezieht sich auf Art, wie die Frucht gegessen wird. Mamar, das spanische Wort für saugen, zusammen mit Cillo, dem spanischen Zusatz, der etwas von geringer Größe bezeichnet, liefert eine anschauliche Beschreibung der Frucht und wie sie gegessen wird.

Limoncillo am ZweigErhältlich ist sie meist am Zweig, an dem sich bis zu 30 der Früchte befinden können. Um an das Fruchtfleisch zu kommen, beißt man leicht auf die dünne Haut und saugt dann das Fruchtfleisch vom Samenkern. Den Kern kann man einsetzen und mit etwas Glück hat man schon bald sein eigenes Limoncillobäumchen, ein Urlaubsmitbringsel, dass es so sicher nicht zu kaufen gibt.

Wissenswertes über die Pflanze

Melicoccus bijugatus ist ein Frucht tragender Baum aus der Familie der Seifenbaumgewächse Sapindaceae. Beheimatet oder eingebürgert in weiten Bereichen der Tropen, findet man die Pflanze Süd-und Mittelamerika, Puerto Rico, der Dominikanischen Republik, Haiti und anderen Teilen der Karibik.

Limoncillo - Melicoccus bijugatus Die Bäume können Höhen von bis zu 25 m erreichen, haben ausladende Äste und eine glatte, graue Rinde. Die Blätter haben vier elliptische Flugblätter, die 5 bis 12,5 cm lang und 2,5 bis 5 cm breit sind. Es handelt sich in der Regel um zweihäusige Pflanzen, von Zeit zu Zeit treten jedoch auch polygame Bäume. Die Blüten haben 4 Blütenblätter und 8 Staubblätter, aus ihnen entstehen die grünen ovalen bis runden Früchte, die in großen Trauben herabhängenden Trauben wachsen, die von einer ledrigen Schale umgeben sind. Der Geschmack des Fruchtfleisches erinnert an den von Litschis, sowohl von der Textur her, als auch vom Geschmack, der von süß bis säuerlich variieren kann

Wie verwendet man Limoncillos

Die Früchte werden traditionell roh, vom Zweig gegessen. Ist man besonders abenteuerlustig, kann man die mexikanische Art versuchen: Frische Limoncillo mit Chilipulver , Salz und Limette - für einen netten Nervenkitzel. Sie werden aber auch, ähnlich den Litschis, zu kalten Getränken, oft mit Rum und Zucker, verarbeitet.

Limoncillo - FruchtMamoncillos lassen sich auch zu Marmelade, Saft oder anderen Produkten weiterverarbeiten, das ist allerdings aufgrund des geringen Anteils an Fruchtfleisch recht mühsam. In Kolumbien jedoch wird die Frucht sogar kommerziell zu Saft verarbeitet. Auch die Samen sind gut essbar, geröstet und gesalzen und sind ein idealer Ersatz für Erdnüsse oder geröstete Kokoschips. Gekocht können die auch als Ersatz für Cassava (Maniok) verwendet werden.

Die Limoncillo ist zwar nicht so reich an Nährstoffen wie einige andere Obstsorten, sie enthält aber dennoch wertvolle Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die sie zu einem gesunden Snack machen. Neben der Ernährung, werden Limoncillos auch verwendet, um Halsschmerzen, Bauchschmerzen und sogar Durchfall zu lindern. Wichtig zu beachten, dass die Früchte in ihrer vollständigen Form nicht für sehr kleine Kinder zu empfehlen ist, da sie aufgrund ihrer Größe und Form eine Erstickungsgefahr darstellen können.

Ein Detail am Rande: Die indigenen Arawak-Stämme der Karibik, verwendeten die Frucht zum Färben von Stoffen, denn trotz der hellen Farbe des Fruchtfleisches, färbt der Saft in einer einer dunkelbraune Farbe - also Vorsicht beim Essen, wenn man Flecken auf der Kleidung vermeiden möchte.

Wie züchtet man sein eigenes Limoncillo Bäumchen?

Mancillo - AnzuchtWenn nach dem Genuss der frischen Früchte selbst ein Limoncillo Bäumchen ziehen möchte, sollte man die Samen gut waschen und für ca. 24 Std. einweichen. Danach kann man sie ca. 1-2 cm tief in einer guten Pflanzerde oder einer Mischung aus spezieller Anzuchterde und Sand aussäen. Alternativ kann man die Kerne auch eine durchsichtige Plastiktüte mit feuchter Blumenerde geben, diese verschließen und an einen warmen Platz legen bis die Keimung beginnt. Wirklich zuverlässig keimen aber eigentlich nur frische Samen zuverlässig.

Die Keimzeit beträgt ca. 3 Wochen und die Pflanze liebt die Sonne. Die Erde sollte immer leicht feucht halten, kalkfreies Wasser oder Regenwasser zum gießen verwenden und von April bis September alle zwei Wochen düngen. Das Bäumchen sollte im Winter hell und bei mind. 10 - 15ºC auf der Fensterbank stehen, idealerweise findet es ein Plätzchen im eigenen wenn Wintergarten hat. Die Pflanze wird auch im Winter gegossen, aber nur soviel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Ältere Exemplare können hell bei 5-10ºC überwintert werden und vertragen auch kurzzeitig Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.