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Sandbüchsenbaum - Teufelsbaum - Hura crepitans

Sandbuechsen oder TeufelsbaumDer Sandbüchsenbaum (Hura crepitans) ist eine Pflanzenart in der nur zwei oder drei Arten zählenden Gattung Hura in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Er ist eine neotropische Pflanzenart. Die Heimat des Sandbüchsenbaumes liegt in der Neotropis: Mittel- und Südamerika sowie die Karibischen Inseln.


Der Teufelsbaum, wie er in einigen ländlichen Gegenden genannt wird, ist unter vielen Namen bekannt, Javilla, wie er in der Dominikanischen Republik genannt wird, ist einer der eher unbekannten Begriffe.

Sandbüchsenbaum, Teufelsbaum, Hura crepitansÁrbol del diablo, arenillo, castañeto, ceiba amarilla, ceiba de agua, ceibo de leche, ceibo mil pesos, habilo, tronador und acuápar sind einige weitere Namen im spanischen Sprachbereich. Sandbox Tree, Jabillo und Possumwood, wie er im englischsprachigen Raum auch genannt wird, nennt sich zu Deutsch: Sandbüchsenbaum

Der Sandbüchsenbaum wächst als immergrüner Baum. Er bevorzugt nasse fruchtbare Böden, halbschattige bis sonnige Standorte und erreicht an Wildstandorten Wuchshöhen von bis zu 40 Meter und Stammdurchmesser von bis zu 2 Meter erreichen kann. Sagt ihm sein Standort zu, können diese Werte auch deutlich höher sein. Die glatte braune Borke der Stämme und Hauptäste ist mit 1 bis 2 cm langen, konischen Stacheln übersät.

Sanduechsenbaum - BlueteDie wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 4 bis 20 cm lang. Die einfache, papierartige Blattspreite ist 5 bis 29 cm lang und 5 bis 17 cm und breit-eiförmig. Auf der Blattunterseite sind die Bätter weich behaart, die Blattoberseite ist kahl. Die frühabfallenden, behaarten Nebenblätter sind bei einer Länge von 10 bis 15 cm und einer Breite von 2 bis 3 mm lanzettlich oder eiförmig-lanzettlich.

Die Blütezeit des Teufelsbaumes liegt im Mai. Dabei bilden sich auf 7 bis 10 cm langem Blütenstandsschaft, 4 bis 5 cm lange eiförmig-konische, kätzchenförmige Blütenstände auf welchen sich männliche Blüten und meist eine weibliche Blüte befinden. Die Früchte, die im August reifen, bilden sich an einem bis zu 6 cm langen Fruchtstiel, ist breit-rund, am oberen Ende abgeflacht und mit einem Durchmesser von bis zu 18 cm relativ groß.

Fruchtkapsel mit SamenWährend des Reifungsprozesses verfärbt sich die Frucht rötlich-braun und trocknet aus. Ist sie vollkommen ausgereift explodiert sie mit einem Knall, wodurch die holzigen Früchte bis zu 14 manchmal sogar bis zu 40 Meter weit katapultiert werden. Diesem Umstand verdankt es der Baum auch, dass er von den Einheimischen Baum des Teufels genannt wird.

Diese etwa 20cm großen Samen sind für Mensch und Tier giftig, ebenso der „ätzende“, weiße Milchsaft des Sandbüchsenbaumes, der als Fisch und Pfeilgift genutzt wurde.

Sanduechsenbaumsamen in der SchmuckerzeugungAus dem qualitativ nicht hochwertigen Holz, das unter dem Handelsnamen Hura oder Habillo verkauft wird, können Möbel hergestellt werden. Der Sandbüchsenbaum wird als Zierpflanze und zur Gewinnung von Drogen angepflanzt. Der Milchsaft ist extrem toxisch. Die Früchte wurden früher als Gefäße verwendet, in denen feiner, trockener Sand aufbewahrt wurde, den man als Streusand zum Trocknen von Tinte verwendete, als noch kein Löschpapier benutzt wurde, daher der Trivialname „Sandboxtree“ und Sandbüchsenbaum. Die delfinförmigen Teilfrüchte werden manchmal zur Schmuckerzeugung verwendet.