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Tayota – ein vielseitiges Obst

Sechium eduleSicher werden viele der Leser bei der Überschrift Einspruch einlegen wollen. Die Tayota wird doch üblicherweise als Gemüsebeilage gereicht! Dennoch, die Tayota (Sechium edule) ist ein Obst und kein Gemüse. Diese Frucht hat einen milden Geschmack der durch entsprechende Zubereitung ergänzt werden kann.

 

Das Wichtigste jedoch ist die Vielseitigkeit dieses Lebensmittels und seine enorme gesundheitliche Bedeutung. Die Tayota enthält wichtige Antioxidantien und Vitamine, ist zudem sehr kalorienarm. Sie hat regulierende Wirkungen auf den Kreislauf und Diabetes, hat eine entwässernde Wirkung und eine helfende Wirkung bei Magenleiden.Tayota Anbau

Bedingt durch die Kalorienarmut ist die Tayota eine ideale Begleitung bei Diäten, enthält zudem viel Vitamin A, B und C. Die Frucht enthält viel Kalzium (hilfreich bei Osteoporose) und enthält essentielle Aminosäuren.

Was den Geschmack angeht könnte man diesen als nahezu neutral bezeichnen, darum wird die Tayota in gemischten Salaten verwendet wo sie eher durch ihre positiven Inhaltsstoffe ergänzend wirkt als durch den Geschmack. Auch wenn man die Frucht als Gemüsebeilage verwendet, kommt sie meist gemischt mit Möhren auf den Teller.

Vorteile: Tayota verlangsamt den Alterungsprozess im Körper, schützt vor freien Radikalen, hilft bei Symptomen des Bluthochdrucks, hat eine leicht schmerzlindernde und Tayota Blattentzündungshemmende Wirkung.

Nutzung: Im Grunde kann man die ganze Pflanze verwenden, die Frucht, Blätter und Wurzeln. Die Wurzeln ähneln im Geschmack sehr den Kartoffeln. Meist verarbeitet man bei Speisen nur die Frucht selbst, geschält und entkernt.

Die Tayota enthält nur 22 Kalorien /100 Gramm, enthält weder Cholesterin und saturierte Fette, dafür aber viele Fasern (gut für die Verdauung), Kalzium, Kalium, Kohlehydrate, Aminosäuren und Proteine.

Wie man sieht, die Tayota ist unscheinbar im Geschmack doch eine wahre Gesundheitsbombe.

Rezeptvorschläge: Als Gemüsebeilage (wenn es auch Obst ist) kann man die Tayota kochen, in kleine Stücke schneiden und wenn sie gar und abgetropft sind in einer Pfanne mit heißemTayota gefuellt Öl (indem zuvor Zwiebeln und Knoblauch gehackt und angeröstet wurden) schwenken. Nach Geschmack pfeffern und salzen.

Informationen zur Pflanze: Die Tayota ist eine robuste Kletterpflanze mit stabilen Stängeln, die Blätter werden zwischen 9,5 und 18 cm lang und 11-21,5 cm breit, haben eine etwa fünfeckige Form. Die Tayota gehört zu den Stachelgurken (Náhuati chayotli, Dornenkürbis), der Name variiert von Land zu Land (so nennt man sie in der Dominikanischen Republik, Guatemala, Brasilien und Philippinen Güisquil, Tayota, Guatilla oder Chuchu).

Die Farbgebung reicht von hellgrün bis dunkelgrün und gelb bis fast weiß. Je nach Art ist die Schale auch dornig oder nicht, hier auf der Insel Hispaniola gibt es die grüne Variante mit wenigen Dornen. Der Kern (Samen) ist weit und platt, kann ebenfalls zubereitet und gegessen werden. Die Frucht kann zwischen 500 Gramm und bis zu 2 Kilogramm wiegen (Artenabhängig).Tayota

Die unterschiedlichen Arten mit ihren Farben und Größen in Costa Rica unter Cochores (dies sind die bis zu 2kg schweren Früchte), in Guatemala und Honduras hingegen züchtet man lieber die gelblichen Früchte die dann Güisquil oder Perulero heißen. Ein letztes und immer wichtigeres Kriterium in der heutigen wirtschaftlichen Not in der sich Familien befinden: Die Tayota hat auch den Beinamen "Kartoffel der Armen". Der etwas abfällige Name wird der hohen Wertigkeit der Frucht nicht gerecht. Positiv jedoch ist dass diese Beilage wirklich sehr günstig ist und somit auf keinem Teller fehlen muss.

Weiterführender Link: Chayote - Wikipedia