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Dominikanische Republik: Erinnerung an die Schlacht vom 30. Maerz 1844

Schlacht von SantiagoDie Schlacht vom 30. März (Schlacht von Santiago)

Damals war Die Dominikanische Republik ein Teil der spanischen Kronkolonie Santo Domingo.

Im Jahre 1805 eroberte der Inselnachbar Haiti jedoch die Vorherrschaft auf der Insel Hispaniola. 1844 erkämpften sich die Dominikaner zum zweiten Male ihre Unabhängigkeit zurück. Um sich nicht erneut Rückeroberungsversuchen seitens Haiti stellen zu müssen unterwarf man sich 1861 erneut der spanischen Krone.

Die Schlacht vom 30. März, hier standen sich auf dominikanischem Gebiet (Santiago, daher auch die „Schlacht von Santiago“ genannt) General Jose Maria Imbert Francisco Antonio Salcedo, Fernando Valerio und andere Offiziere den haitianischen Streitmächten gegenüber. General St. Louis und General Pierrot führten Haitis Truppen an.Schlacht vom 30. Maerz

In der Nacht vom 29. März erreichte General Pierrot mit seinen Soldaten Hato de Yaque. In zwei Trupps drang man vor, einen kommandierte er selbst und führte diesen den Hang von Rafey hinauf. Im Hoyo de Lima wurde gezeltet. Auf der anderen Seite des Flusses Gurabo führte Heneral St. Louis seine Gruppe Richtung „La Otra Banda“. Damit befand er sich südlich von Santiago, General Pierrot nördlich. Kurz zuvor hatte man in Haiti einen Staatsstreich gegen Charles Herald geführt.

Die haitianische Invasion wurde von der damaligen Grenze am 10.März gestartet. Angriffe erfolgten in Richtung Neyba und Azua, aber vornehmlich im Norden gen Santiago. Pierrot hatte den Auftrag Santiago und Puerto Plata zu erobern. So wollte man die strategischen Punkte im Norden der Dominikanischen Republik kontrollieren und mit 15.000 Mann gegen Santo Domingo vorrücken wo man nur 12.000 Mann zur Verteidigung hatte. Die Dominikaner hatten zwar den Vorteil eine Festung verteidigen zu können, jedoch war man nicht nur zahlenmäßig den Haitianern unterlegen, man verfügte auch nicht über die Kampferfahrung und militärische Ausrüstung wie sie das haitianische Heer hatte.

General Jose Maria Imbert war der Chef der „Bewegung von Moca“ und wurde zum Haupthelden der Schlacht. Seine Taktik bescherte ihm den Sieg. Santiago wurde mit drei Kanonen verteidigt, man benannte sie nach den Begriffen des vaterländischen Slogan „Dios, Patria y Libertad“.Krieg auf der Insel Hispaniola

Nicht unerwähnt sollte Juana de la Merced Trinidad bleiben. Sie unterstützte als Frau eine weitere Geschlechtsgenossin, Cor. Juana Saltitopa. Die aus La Vega stammende Frau kleidete sich wie ein Mann und verteidigte mutig die Stadt. Sie organisierte eine Kette von Wassereimern um mit dem Wasser die Kanonen zu kühlen. Nach der Schalcht wurde Juana de la Merced Trinidad in den Rang eines Oberst benannt.

Der Triumph der Schlacht von Santiago festigte den Glauben an die nationale Unabhängigkeit im dominikanischen Volk. General Pierrot war mit seinem großen Heer daran gehindert worden die Stadt Santiago zu plündern. Es war vor allem der Mut der die Dominikaner gegen das besser ausgerüstete Heer aus Haiti gewinnen lies. Die haitianischen Soldaten waren offensichtlich beim Kampf nicht mit dem Herzen dabei so wie es ihr Gegner war. Die instabile Lage in Haiti hatte sie sichtlich verwirrt.