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Haiti: La Ren Soley - Die Sonnenkönigin Emerante de Pradines

Emerante de PradinesHaiti hat eine Vielzahl an talentierten legendären Frauen aber es gibt weder viel Filmmaterial noch viele Fotos und Informationen die sie alle gefunden werden können. La Ren Soley, ein Dokumentarfilm von Frantz Voltaire und Mathelier Nitze, der seine US-Premiere in New York während des Selebrasyon Festivals am 31. Mai hatte, folgt der Geschichte der legendären haitianischen Musikerinnen in einer unorthodoxen Erzählung.


Die lebende Legende Emerante de Pradines erinnert sich an ihre Gesangskarriere und die Zeitgenossen dies sie auf ihrem Weg traf. Sie erzählt über ihre Begegnung mit Lina Mathon Blanchet, Lumane Casimir, Martha Jean-Claude und Toto Bissainthe. Besser als jedes Geschichtsbuch, bringt uns die Erinnerung dieser 95-Jahre-jungen Frau zurück in eine Zeit, wo die Bourgeoisie in Haiti in Roben und Smokings gekleidet, Opernsängern lauschten und Folklore-Tänzern zusahen, die ihre geschmeidigen Körper auf den besten Bühnen präsentierten.

Emerante de Pradines in jungen JahrenGeboren im Jahre 1928, wuchs Emerante de Pradines, die Tochter des Liedermachers Auguste "Ti Candio" de Pradine und inmitten des künstlerischen Kreises von Haiti auf. Sie sang oft mit ihrem Vater und im Alter von zehn rezitierte Poesie live in Radio-Shows.

In La Ren Soley erzählt sie, wie sie dazu angehalten wurde Oper zu singen, sie sich aber immer danach gesehnt hatte Vodou-Hymnen singen. Aus Respekt vor ihrer frommen christlichen Mutter, tat sie es nicht, erst deren Tod befreite sie, um endlich die Musik zu singen, die sie so sehr liebte.

Sie schreibt es auch Mentoren wie Lina Mathon-Blanchet und René Belance zu, die ihr halfen, ihre Talente frühzeitig zu formen. Von 1942 bis 1945 spielte sie in einigen der größten Theaterproduktionen der damaligen Zeit: Fifine et Toutou, La Famille des Pitite-caille, Lococia, Sanite Belair, Le Baiser de l'Aïeule und Barrières.

Sie war sehr gefragt in Haiti, Chile, Frankreich und den Vereinigten Staaten und anderen Ländern. Sie erzählt, wie begeistert sie von der jungen Sängerin Martha Jean-Claude war, wenn sie ihren Liedern zuhörte und dass Martha Jean-Claude sie gelegentlich als Background-Sängerin auf der Bühne begleitet hätte. Tatsächlich hat sie aufgrund ihrer vielen Reisen um zu studieren und aufzutreten, viele junge, talentierte Sänger und Tänzer getroffen, die auf ihre eigene Art und Weise legendär wurden.

Haitis grosse Saengerinnen - La Ren SoleyIn den späten 1940er Jahren studierte Emerante Modern Dance unter der Leitung von Katherine Dunham und brachte diese Techniken später nach Haiti, wo sie ihre eigene Tanzgruppe gründete. Sie wurde bekannt für ihre einzigartige Art und Weise, den modernen amerikanischen Tanz und europäische und afrikanische Techniken mit Haitis traditionellem Folklore-Tanz zu vermischen und wurde Mitglied von Haitis Gesellschaft für Kunst und Kultur - Société Nationale d'Art Dramatique.

Im Jahr 1952 traf sie Lumane Casimir zum ersten Mal. Ihre Augen leuchten als sie die Geschichte erzählt und sich durch Ihr Lächeln Fältchen auf ihrer glatten Haut bilden; nur dann ist es offensichtlich, dass sie einen Tag älter als 50 ist.

Es gab eine junge Dame, so erzählt sie, die die Menschen singen gehört hatten, in örtlichen Geschichten wurde erzählt, dass die Kinder in ihrer Nachbarschaft ein Lächeln im Gesicht hatten, wenn sie sie hörten, so dass Emerante, die damals Direktorin der Frauenabteilung war, die eine Kulturshow im Radio L'heure de l'Art moderierte, machte sich auf den Weg sie zu finden und sie tat es. Bei dem Treffen mit Lumane, erinnert sie sich, fragte sie den „aufsässigen“ Singvogel, wann sie sie denn singen hören könnte, dieser sagte ihr, sie solle am Abend wiederkommen. Emerante kam zurück und wurde mit einer der besten Stimmen, die sie je gehört hatte, belohnt.

Emerante de PradinesDas zu beschreiben erzählt Emerante oder es im Radio zu hören, könne niemals damit verglichen werden, wie es war ihr direkt gegenüber zu stehen wenn sie sang und man glaubt ihr, wenn sie die Augen schließt, um ihre Erinnerung wieder wach werden zu lassen.

Nach dem traurigen Tod von Lumane im Alter von 35 Jahren, kleidete Emerante die Kinder in ihrem Haus in weiß und führte sie in einer Prozession zu ihrem Grab, weil sie es verdiente, jemand zu haben, der Anteil nimmt und ihr Respekt zollt. Emerante hat viele ihrer Zeitgenossen überlebt; ihr Leben, ihr Handwerk, ihr Talent und ihre Erinnerungen machen sie zu einem nationalen Schatz.

Während ihres zweiten Stipendiums, das sie nach New York führte, studierte Emerante an der Martha Graham School für zeitgenössischen Tanz und verfolgte Anthropologie Studien an der Columbia Universität.In dieser Zeit traf sie, während eines Abendessens, ihren Mann Richard Morse McGee. Morse war ein Professor für Geschichte und der Leiter der Lateinamerika-Studien an der Yale. Zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit waren gemischte Ehen meist unerhört an Eliteuniversitäten; Emerante erinnert sich: "Es war ein Skandal."

La Ren Soley - Emerante de PradinesSie lebten in New Haven, wo Emerante 17 Jahre lang an der Schauspielschule unterrichtete. Das Ehepaar Morse – das einen Sohn und eine Tochter hatte - gegründete im Jahr 1993 das Haitianisch-Amerikanische Institut für Lateinamerika und die Karibik in Haiti. Jetzt als Witwe, lebt Emerante in ihrer Heimat Haiti, wo ihr Sohn Richard A. Morse als sehr beliebter Roots Sänger, Voodoo Praktiker und manchmal politscher Rammbock bekannt ist.

Während Emerante de Pradines weiterhin von Haitis guten alten Zeiten erzählt, schaut sie uns durch ihre funkelnden Augen an - die vollendete Sängerin - Tänzerin - Choreografin - Schauspielerin und Radiomoderatorin ist der lebende Beweis dafür, dass Haitis Geschichten von denen, die sie gelebt haben, erzählt werden müssen. Niemand anderer kann dies genauer oder mit mehr Aufrichtigkeit tun.

Interview mit Emerante de Pradines