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Boca Chica – Dominikanische Republik

Boca ChicaEine Ortschaft mit vielen Gesichtern, vielen teilweise noch nicht genutzten Möglichkeiten. Boca Chica – simpel übersetzt: der Mund eines Mädchens hat einen sehr eigenen Charakter.


Geschichte von Boca Chica:

 

Die Gemeinde Boca Chica wurde 1779 unter der Regierung von Brigadier Don Isidro Peralta y Rojas gegründet und erhielt damals den Namen : San José de los Llanos.

1852 wurde die Gemeinde wie folgt definiert: Die Gemeinde San José de los Llanos erstreckt sich von la Caleta al “Caño de Mojarra” bis hinunter zum Fluss Ozama, dort erstreckt sich die Gemeinde von der Mündung des Rio Ozama bis zur Verzweigung Rio Yacaboa. Von dort bis hinüber zum Fluss Rio Azuy bis zu seiner Mündung im Meer und dort wiederum entlang vom Meeresufer zurück bis zum Ausgangspunkt La Caleta. Eine riesige Fläche.

1920 wurde die Gemeinde welche damals zur Provinz San Pedro de Macorís gehörte restauriert und erhielt zu diesem Zeitpunkt den heutigen Namen „Boca Chica“.

1926 wurde die Strasse erschaffen, welche Boca Chica mit Santo Domingo verbindet. Die Brücke über den Rio Ozama war allerdings immer wieder unterbrochen und wurde mehrere Male Bruecke Ozama 1930zerstört. So zum Beispiel auch 1930 durch den Tropensturm San Zenón der die Brücke komplett zerstörte.

Im November 1932 wurde auf Anordnung von Rafael Leonidas Trujillo, Boca Chica aus der Provinz San Pedro de Macoris ausgegliedert und in die neu geschaffene Provinz Distrito Nacional integriert.

Boca Chica entwickelte sich während der Amtszeit von Diktator Trujillo zu einem beliebten „Fischerdorf“ mit einem Strand der zum Ausflugsort für die Einwohner der Hauptstadt wurde. Die Blütezeit des Ortes begann in den 1950er Jahre als Diktator Trujillo den Bau eines modernen Hotels, dem Hotel Hamaca, anordnete.

Prachtvolle Bauten wurden errichtet und viele reiche dominikanische Familien errichteten ihre Sommersitze entlang der Küste, die nur auf Privatstraßen zugänglich waren.

Das Hotel Hamaca in Boca Chica wurde weltweit populär, als Trujillo dem kubanischen Diktator Fulgencio Batista nach der Revolution in Kuba in diesem Hotel politisches Asyl gewährte. Nach der Ermordung von Rafael Leonidas Trujillo, ( Am 30. Mai 1961 geriet Trujillo zu nächtlicher Stunde außerhalb der Hauptstadt Santo Domingo in einen Hinterhalt und wurde erschossen.), wurde das Hotel kurz darauf geschlossen und erst beinahe 30 Jahre später 1990 wieder eröffnet.

In den 1970ern wurde die Gegend als Badeort populär und durch die Einrichtung von öffentlichen Verkehrsmitteln allgemein wirklich zugänglich gemacht. Daraufhin wurde der Ort auch für ausländische Besucher immer attraktiver. Allerdings weniger als das ehemalige Fischerdorf, viel mehr entwickelte sich der Ort zu einem Ballungszentrum für Vergnügen und Unterhaltung.

Boca Chica in den letzten Jahrennachtleben boca chica

Boca Chica begann immer mehr zu pulsieren. Restaurants, Souveniershops, Hotels, Diskotheken wurden aus dem Boden gestampft. Vergnügungssüchtige Urlauber kamen hier auf Ihre Kosten – die Strassen waren voller Leben, käuflicher Liebe und schnell hatte Boca Chica den Ruf ein Sündenbabel der Karibik zu sein. Das Geschäft florierte, wie in anderen vergleichbaren Orten in der Dominikanischen Republik. Das schnelle Geld zog viele verschiedene Arten von Menschen an und selbstredend auch eher lichtscheue Geschäftsherren. Die allgegenwärtige Prostitution waren des einten Freud und des anderen Leid. Nichts desto Trotz erlebte der Ort einen regelrechten Tourismusboom, die Avenida Duarte wurde zu einer regelrechten Vergnügungsmeile und der einst von eher reichen Einwohnern der Hauptstadt belebte Ort, glich eher einem grossen Rotlichtviertel als einer Urlaubsdestination der Karibik wie man sich dies aus Katalogen vorstellte.

Lange Zeit wurde Boca Chica mit „Dominikanischer Republik“ gleichgesetzt, wenn man in Europa die Leute ansprach. Ein Umstand der dem Ansehen des Landes offenbar zu sehr schadete und man begann in den letzten Jahren immer mehr zu intervenieren und bewusst den Sextourismus zu bekämpfen. Nur viele vergaßen, das Boca Chica mehr ist als nur Prostitution.

Der Sextourismus wurde bekämpft, man wolle das Image des Landes verbessern. Sanktionen, Razzien und Schliessungen von Lokalen sollten dem Treiben ein Ende bereiten. Der Ort kamPolizeiaktionen mit Negativschlagzeilen in die Schlagzeilen – wie so oft ohne die Hintergründe zu beleuchten. Es wirkte abschreckend, man hatte das Ziel wohl „erreicht“ - der Boom brach ein und ein einst florierender Ort brach innert kürzester Zeit ein. Man spielte plötzlich Moralapostel – aber es ging dabei nicht um allfällig ausgebeutete Sexdienerinnen, dem Kampf gegen Missbrauch in der Szene – nein es war eine recht oberflächliche Imagepolitur welche in Wahrheit das Ziel weit verfehlte. Denn es wurde nicht dabei geholfen, neue Strukturen zu schaffen, andere Werte einzugliedern und den Tourismus auf einer anderen Ebene zu fördern. Man überließ einen Ort der einst von Reichen berühmt gemacht wurde, von Touristen belebt war seinem Schicksal.

Viele Betriebe wurden geschlossen und es schien einige Zeit so, als wäre ein Stillstand eingetroffen. Doch erfreulicher Weise kommt nun wieder immer mehr Bewegung in den Ort durch Eigeninitiative. Denn der Ort selbst hat einen recht schönen Kern. Die sanfte Bucht, auch oft als grosse Badewanne bezeichnet, ist sowohl für Kinder wie auch wenig geübte Schwimmer bestens geeignet um sich im Wasser zu vergnügen. Gute Lokale laden zum verweilen und auch wer gut Essen möchte kommt auf seine Kosten. Die Avenida Duarte, immer noch leicht „rot“ eingefärbt – ist Abends auch oft Treffpunkt um gemütlich ein Bier, einen Brugal zu genießen, etwas zu essen und sich mit Bekannten zu treffen.

Unweit vom internationalen Flughafen Las Americas gelegen, ist es auch verkehrstechnisch sehr gut gelegen. Sehr gute Tauchschulen können in der Region auf herrliche Schnorchel- undtauchen3 Tauchgebiete zugreifen. Wer Tauchen möchte wird hier hervorragende Bedingungen antreffen.

Es entwickelt sich immer mehr ein interessanter und guter Mix an Angeboten mit Exkursionen, Ausflügen, Tauchen, gepaart mit Unterhaltung, guter Verpflegung und gemütlichem Zusammen sein, gepaart mit einer karibisch lockeren Stimmung.

Die Hauptstadt Santo Domingo liegt Nahe mit Ihren vielen Sehenswürdigkeiten wie Kolonialzone, Faro o Colon, Museen, Zoo, Botanischem Garten und den sehr guten Einkaufszentren. Durch die guten Verkehrsverbindungen ist man von hier aus schnell in der Hauptstadt, kann Richtung Osten das Land entdecken oder einen Abstecher in die schöne Region im Nordosten des Landes unternehmen.

Nationalparks, traumhafte Strände und Sehenswürdigkeiten wie Altos Chavon, die wunderschöne Höhle Cueva de las Maravillas, die Isla Saona, der Naturschutzpark Los Haitises und vieles mehr können von hier aus ohne Probleme besichtigt werden. Die im Ort ansässige Tourenexpertin Erika Rasch organisiert bereits seit 15 Jahren solche Ausflüge. ( Webseite Erika )

Wer es auf eigene Faust besichtigen möchte kann ein Fahrzeug mit Fahrer einen Tag mieten wo man aber immer vorher den Preis aushandeln und vergleichen sollte. Ein organisierter Ausflug ist da oft kostengünstiger, negative Ueberraschungen sind so gut wie ausgeschlossen und man kann entspannt den Tag geniesen.

Verschiedene Angebote: 

- Tauchschule Carribean Divers

- Exkursionen Erika Rasch 

- Hotel Tronco

- Casa Lisa

weiterführende Links :

Historia de Boca Chica Autor: Morena Cabralboot boca chica

Historia de Boca Chica Autora: Ana Hilda Pinales Paniagua

Wikipedia

Fotos Cueva de Las Maravillas

Video Isla Saona Ausflug

Fotos Boca Chica

Neu entdeckte Höhle in Boca Chica

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