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Dominikanische Republik: Die Müllhalde, die das Volk krank macht, einen See vergiftet

Bildschirmfoto 2020 01 11 um 5.44.57 PMIndependencia.- Man muss es mit den eigenen Augen sehen um es zu glauben, die Müllhalden am Ufer des Lago Enriquillo. Zuvor ein paar erklärende Informationen: Jahrelang stieg der Lago Enriquillo an, überschwemmte mehr und mehr Uferzonen. Tausende Hektar Weide- und Agrarland wurden überflutet, Wohngebiete mussten umgesiedelt werden.

Die Fachleute waren ratlos, Erklärungen gab es viele, Lösungen keine. Es war die Natur, die ach Jahren des Hochwassers, weitere Katastrophen verhinderte, der Wasserstand wurde weniger, der Lago Enriquillo gab mehr und mehr Land wieder frei. Die Böden waren unbrauchbar, versalzen. Hier konnte man nichts mehr anpflanzen, keine Tiere weiden lassen. Der Mensch kam dann auf die glorreiche Idee, hier einfach seinen Müll abzuladen.

Immer mehr Gemeinden nutzten die „Gunst“ der Zeit, ließen den Abfall dort, unter freiem Himmel, entsorgen. Ein Umweltverbrechen, dass sich nun rächt. In der Gemeinde Vengan a Ver, in der Provinz Independencia, bringt die Müllhalde gesundheitliche Probleme. Eine Fliegenplage herrscht nicht nur an der improvisierten Mülldeponie, die Fliegen befallen auch die Wohnungen, am Tag und in der Nacht trifft man auf Fliegenschwärme, besonders wenn es regnet suchen die Insekten Zuflucht in Häusern. Der Müllplatz hat keine besondere Ausdehnung, es wird hier der Abfall aus der Umgegend abgeladen, von weniger als 25.000 Bewohnern.

Dennoch, dieser Müllplatz wirkt sich auf die Gesundheit der Menschen aus, welche im näheren Umfeld wohnen. Der Rauch der Müllhalde, die Ausdünstungen von Verwesung, die Menschen gehen immer häufiger ins Hospital. Aufgrund von Beschwerden sollte der Müllplatz nun verlegt werden, nahe El Chupadero, bei Baitoa. Ein altes Baugelände, doch das Umweltamt lehnte ab, hier seien angeblich Leguane und die würden durch den Müll in Mitleidenschaft gezogen.

Die Bewohner von Vengan a Ver haben genug, der Bürgermeister von Duverge ist nicht groß an einer Verlegung interessiert. Er nutzt weiter den improvisierten Platz. Es wird Aufstand geben, denn jetzt wollen die Betroffenen weitere Müllabladungen verhindern. Die Bewohner sind es einfach leid, die können nicht einmal mehr im Haus in Ruhe essen, ohne das nicht Fliegen den ganzen Tisch bedecken, sich auf dem Essen niederlassen. Die Fliegen sind aber nur ein Problem. Regen schwemmt immer wieder Müll in den Lago Enriquillo, hier findet eine weitere Kontamination statt.