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Dominikanische Republik: Floppt das Stadtprojekt „Juan Bosch“?

Bildschirmfoto 2018 04 30 um 5.48.54 PMDie Wohnungsnot in der Dominikanischen Republik ist ein großes Problem, die Regierung hat sich diesem angenommen. So entstand das Projekt „Ciudad Juan Bosch“ in Santo Domingo. Die Regierung stellte Grund und Boden, ist für die Infrastruktur verantwortlich, dazu zählt Kanalisation, Straßenbau und Nutzflächen zur Gemeinschaftsnutzung.

Verschiedene Bauunternehmen haben sich verpflichtet, günstige Wohnungen zu bauen, in verschiedenen Bauphasen sollten tausende von Appartements entstehen, dazu gibt es einen günstigen und langfristigen Finanzierungsplan. Mit dieser Maßnahme soll günstiger Wohnraum für die Familien entstehen, die sich weder gehobene Mittelklasse oder gar Luxus erlauben können. Ciudad Juan Bosch soll nach der Fertigstellung Wohnraum für rund 100.000 Personen bieten.

Regierungspräsident Danilo Medina besichtigte wieder das Projekt und zeigte sich wenig erfreut. Die Grundidee, einen vernünftigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen der Familien der Mittelklasse Wohnraum bietet, kommt ins Stocken. Die Nachfrage sei groß, so Medina, über 8.000 Wohnungen sind bereits verkauft, aber die Käufer warten noch auf die Fertigstellung. Medina macht Druck auf die Bauunternehmen. Die Regierung stellt den Grund und Boden, günstige Finanzierungen werden geboten, es fehlt an der Bebauung und vor allem Fertigstellung.

Wenn die Unternehmen nicht bauen wollen, dann sollen sie den Boden zurück geben und dann werde man andere Bauunternehmen suchen, so der Regierungspräsident. Neben der Finanzierung gibt es noch Steuervorteile und Befreiungen, damit die untere und mittlere Mittelschicht sich den Traum einer Wohnung erfüllen kann. 10 % zahlt man, wenn man hier eine Wohnung kaufen und finanzieren will, ein Novum in der Dominikanischen Republik, so günstig gab es noch nie eine Baufinanzierung.

Das Projekt Juan Bosch soll dann, wenn es in Santo Domingo fertig gestellt ist, in anderen großen Städten des Landes kopiert werden. Das Wohnungsprojekt beinhaltet Aquädukte, Schulen, Polizei- und Feuerwehrstation, Erste - Hilfe Stationen und Zentren für ältere Menschen. So sollen gerade ältere Menschen im Kreis der Familie leben können, sind aber am Tage in den Zentren unter Aufsicht.