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Die Korallengärten der Dominikanischen Republik

Korallengaerten Punta CanaNatürliche und menschliche Faktoren haben weltweit einen Rückgang der Korallen verursacht. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Karibik, die Population der Arten Acropora cervicornis (Hirschhornkoralle) und Acropora palmata (Elchgeweihkoralle) in den letzen 30 Jahren um mehr als 97% zurückgegangen ist und als kritisch gefährdet angesehen wird.


Wegen der Bedeutung dieser Arten für das marine Ökosystem des zentralen Atlantik, wurde im Jahr 2004, in Zusammenarbeit mit der Schule für Meereswissenschaften der University von Miami und der Organisation Counterpart International, die Ökologische Stiftung Punta Cana gegründet, um diese Arten vor dem Aussterben zu retten. Das erfolgreiche Ergebnis sind fast 2.000 laufende Meter Acropora die allein in den Korallengärten in Punta Cana vermehrt wurden sowie mehrere Repliken des Projekts in verschiedenen Teilen der Dominikanischen Küste.

Neubestz von HirschhornkorallenWie wurde das gemacht? Es wurden Korallen aus bestehenden Kolonien gesammelt und vor der Küste von Punta Cana, Provinz La Altagracia auf Seilen und Metallrahmen in Korallengärten unter Wasser eingesetzt. Großwachsende Korallen wurden beschnitten und die Fragmente wurden erneut auf dem Riff gepflanzt. Dort vermehrten sich die so eingesetzten Korallen durch ungeschlechtliche Vermehrung oder Laich – auf diese Weise konnte sich der Bestand selbst erholen.

Lirman Diego, Professor an der Universität von Miami und Leiter dieses wissenschaftlichen Projektes für die Stiftung Punta Cana sagte, dass der Erfolg des Programms eine angenehme Überraschung für die wissenschaftliche Gemeinschaft gewesen sei, da diese zunächst einen gewissen Widerstand zeigte. Ein verständlicher Widerstand, so Lirman, der immer angezeigt sei, wenn man die Natur manipuliert und Elemente aus seinen angestammten Gebieten entnimmt um sie woanders einzusetzen.

Wiederaufbau von KorallenriffenZu Beginn des Projektes, während der Analysen und der Überprüfung möglicher Standorte fand man mehr als 50 Projekte, die sich mit der Wiederherstellung bzw. Vermehrung der Acropora Korallen in der Karibik, darunter auch Florida, befassten. Dabei erkannte man, dass viele dieser Projekte die beendet wurden, entweder zu kurzfristig waren oder nicht genug Unterstützung vor Ort hatten und auf Grund dessen wieder verschwanden.

Dies war bei den Korallengärten von Punta Cana nicht der Fall, betonte der Meeresökologe, der in regelmäßigen Abständen Workshops für die Stiftung organisiert. Laut Lirman, ist der hohe Grad der Ausbreitung der Hirschhornkorallen sowie der Ahornkorallen in den Korallengärten vor Punta Cana, die eines der drei wichtigsten Zentren in Bezug auf Biomasse, Erscheinungsbild und Anzahl der Kolonien in der Karibik darstellen, darauf zurückzuführen, dass sie in ihre natürliche Umgebung verpflanzt wurden.

Dieser Erfolg führte in den vergangenen fünf Jahren zu einer Meinungsänderung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Zu Beginn des Projektes gab es sogar Mitglieder, die nicht nur gegen das Projekt waren, sondern auch Zweifel an der Methodik hatten. Nun da man bewiesen habe, dass man an der Verbesserung der marinen Umwelt arbeite, nicht daran sie genetisch zu verändern oder zu deren Abbau beizutragen, werde man auch mehr respektiert, betont Lirman, der trotz der Erfolge der Meinung ist, dass der Zustand der Korallenriffe nach wir vor Anlass zur Sorge gibt. Man müsse verstehen, so sagt er, dass das Problem nicht gelöst werden könne, wenn nur an einer Front gearbeitet werde. Es gäbe lokale und nationale Umweltfragen, welche Auswirkungen auf die Ökosysteme haben und verbessert werden müssten, um einen Fortbestand der Korallenriffe zu gewährleisten.

Korallengaerten Punta Cana Wiederansiedlung von Korallen Acropora palmata-Kolonien

 

Jake Kheel, Direktor des Punta Cana-Stiftung, bestätigt, dass in der Dominikanischen Republik derzeit neun, von der Ökologischen Stiftung Punta Cana und ihren Partnern Reef Ceck und FUNDEMAR geschaffene Korallengärten existieren. Diese befinden sich in Punta Cana, Punta Rucia, Bayahibe, Pedernales, Las Galeras, La Caleta Unterwasserpark, Sosúa, Montecristi und Palmar de Ocoa.

Korallenriffe als Lebensraum fuer FischeBis Juli 2013 konnten über 1.665 laufende Meter Acropora Gewebe in den Korallengärten von Punta Cana (die Stiftung verwaltet vier dieser Korallengärten) und rund 2.000 Laufmeter Korallengewebe in anderen Korallengärten verbreitet werden. Im Jahr 2014 wurden bislang 13 zusätzliche Transplantationsstandorte in Punta Cana etabliert, mit über 1.920 Korallen-Fragmenten. Dies so erklärt Kheel, entspreche etwa 700 Meter Korallengewebe. Insgesamt wurden seit dem Jahr 2010, 35 dieser Standorte in der Riff-Region um Punta Cana etabliert.

Die Stiftung Reef Check Domincana, die die Korallengärten in Sosua (Puerto Plata), La Caleta (Provinz Santo Domingo), Palmar de Ocoa (Azua), Las Galeras (Samana) und Juancho (Pedernales) betreut und verwaltet, wird in naher Zukunft einen weiteren Korallengarten in der Provinz Montecristi installieren.

Im Rahmen des Projektes initiierte die Ökologische Stiftung Puntacana in Sosúa auch die Installation ein Gen-Bank für die Acropora-Arten. Durch diese Sammlung guten genetischen Materials, so der aus Argentinien stammende Meeresökologe Lirman, sei man in der Lage, anderswo Riffe, beispielsweise  nach Stürmen, wiederherzustellen. So konnten auch in den Korallengärten der Stiftung Stellen bevölkert werden, die bereits die gesamte Population der Korallen verloren hatten.

Adoptieren Sie eine Koralle

Stahlkoerbe zur Wiederansiedlung von KorallenObwohl Korallenriffe weniger als 0,001% der Oberfläche der Weltmeere einnehmen, beherbergen sie, laut Reef Check Dominicana etwa ein Viertel aller bekannten Meereslebewesen. Um Verbündete bei ihrer Wiederherstellung von Korallenriffen zu finden, fördert Reef Check die Kampagne "Adoptieren Sie eine Koralle". Was ist das?

Das Institut unterhält Aufzeichnungen über jede, der in den Korallengärten gepflanzte Koralle, bei der jeweils eine Person für die ordnungsgemäße Pflege und anschließende Transplantation von einer oder mehreren Korallen verantwortlich ist. Dies, so erklärt die Non-Profit-Organisation, sei nicht nur eine ausgezeichnete Gelegenheit für die aktive Beteiligung der Menschen an der Wiederherstellung dieser Korallenriffe, sondern auch ein sehr innovativer und ausgefallener Weg, jemanden an einem besonderen Tag, ein Geschenk zu machen.

Interessierte, die mit der Stiftung zusammenzuarbeiten arbeiten und eine Koralle adoptieren möchten, können sich and die Stiftung Reef Check Dominicana wenden - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Webseite Reef Check Dominicana

Webseite Ökologische Stiftung Punta Cana