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Christophe mein Patenkind in Haiti

  • Kategorie: NPH

Christophe mein Patenkind in HaitiUte Steininger erfüllt sich einen lange gehegten Wunsch: Nachdem ich mit vier wunderbaren Söhnen gesegnet bin, die trotz manch schwerer Zeiten, glückliche, lebensfrohe und rechtschaffene Menschen geworden sind, hatte ich schon länger den Wunsch für Kind, dem es nicht so gut geht eine Kinderpatenschaft zu übernehmen.

Organisationen über die man Patenschaften übernehmen kann gibt es viele, einige davon hab ich mir näher angesehen und alle leisten mit Sicherheit gute Arbeit. Meine Entscheidung viel schlußendlich auf NPH - Nuestros Pequenos Hermanos oder Unsere kleinen Brüder und Schwestern, zum einem weil sie schon sein vielen Jahren in Lateinamerika und der Karibik tätig sind und zum anderen weil ich mich im Patenbüro in Wien sehr gut aufgehoben gefühlt habe.

Leiter von NPH Haiti - Father Rick FrechetteNotleidende Kinder gibt es überall auf der Welt also warum Haiti? Zum einen war es meine Freundschaft zu Stephan Schneider, die mich dazu gebracht hat, mich abseits der oberflächlichen, meist nur mit Katastrophenbildern bestückten Nachrichten, näher mit dem Land, der Geschichte und den Menschen zu beschäftigen und zum anderen war da der Leiter von NPH Haiti - Father Rick Frechette, dessen persönliche Geschichte und seine Art mit den Menschen in Haiti umzugehen, sie nicht als Hilfsempfänger sondern gleichberechtigte Menschen zu sehen und ihren Fähigkeiten Vertrauen zu schenken, mich schwer beeindruckt haben.

Kurzerhand hab ich dann hab ich dann den Onlineantrag für eine Patenschaft ausgefüllt, Alter und Geschlecht und waren mir egal, einzig Haiti sollte es sein. Man kann da noch aussuchen ob man dem Kind auch zu seinem Geburtstag und zu Weihnachten was zukommen lassen möchte. Ich habe mich beides entschieden, weil dabei nicht nur mein Patenkind ein kleines Geschenk bekommt, sondern weil davon auch die anderen Kinder im Heim etwas haben. So wird dieses Geld zum Beispiel dafür verwendet, für alle Geburtstagskinder eines Monats, ein kleines Fest zu veranstalten.

Schon bald darauf traf Post aus Wien bei uns ein und ich hatte "mein Patenkind", meinen fünften Sohn Christophe (Sein richtiger Name soll an dieser Stelle aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht genannt werden). Eigentlich hab ich ja 7 Söhne, aber das ist eine andere Geschichte.

Christophe im Dezember 2012Christpohe ist jetzt 6 Jahre alt und hat noch zwei Geschwister, seine 10-jährige Schwester Stephanie und seinen 8 Jahre alten Bruder Simon. Die Mutter von Christpohe kam beim Erdbeben am 12. Jänner 2010 ums Leben, sein Vater starb im März desselben Jahres. Die drei Geschwister zogen zu einer Frau die sich um sie kümmerte so gut sie konnte. Als auch sie nicht mehr in der Lage, war für die Kinder zu sorgen, wandte sie sich an NPH um Hilfe.

Seit August 2011 sind Stephanie, Simon und Christophe im Kinderdorf St. Hélène in Kenscoff, wo sie in Sicherheit aufwachsen und zur Schule gehen können. Sie haben dort ein sicheres zuhause gefunden und die Chance auf eine gute, selbständige Zukunft - etwas das für unsere Kinder selbstverständlich ist und das jedem Kind egal wo auf dieser Welt zuteil werden sollte.

Das Kinderdorf St. Hélène ist in Kenscoff, ca. 40 km südöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince, in den Bergen auf kühlen 1500 m Seehöhe und betreut 519 Kinder im Kinderdorf und 231 Jugendliche in einem "Externen Programm"

Der Tag im Kinderdorf beginnt für die Kinder sehr früh - sie stehen um 5 Uhr auf, weil alle Kinder neben der Schule auch kleinere Aufgaben im Haus, wie aufräumen, Betten machen oder Tische decken, erledigen müssen. Ab einem gewissen Alter sind sie auch selbst für die Reinigung ihrer Kleidung und Schuluniformen verantwortlich. Von 8 bis 13 Uhr haben die Kinder Schule.

Chrsitophe ist ein guter SchülerDie kleineren Kinder besuchen den Montessori-Kindergarten und später die Montessori-Vorschule. Die Primarschule dauert für die Kinder in Haiti 9 Jahre, die anschließende Sekundarschule, deren Abschluss mit dem Abitur, oder der österreichischen Matura vergleichbar ist, dauert weitere 3 Jahre. In den großen Schulferien im Juli und August sorgen verschiedene Ferienkurse wie Malen und Zeichne oder Tanzen, für Abwechslung.

Wie man an seinem Zeugnis sieht ist, Christophe ein sehr guter Schüler, er ist in der Schule ein sehr lebensfroher, kommunikativer Junge, der sich mit seinen Klassenkameraden und auch seinen Lehrern sehr gut versteht und der sehr gerne lernt. Eines seiner Lieblingsfächer ist das Zeichnen, er hat aber auch in allen anderen Fächern sehr gute Noten.

Immer wieder schön für mich, aber auch für meine Jungs ist es, wenn Post aus Haiti kommt. Der Austausch verläuft über die Patenschaftsbüros in Wien und Haiti wo die Briefe übersetzt werden. Natürlich schreibt Christophe noch nicht selber, aber in jedem Brief erfährt man ein bisschen was aus seinem Alltag im Kinderheim und in der Schule und über sein Zusammenleben mit den anderen Kindern und in jedem Brief sind auch Zeichnungen von Christophe oder mal ein Foto oder eine Karte dabei, so dass man auf diese Art und Weise gut mitverfolgen kann, wie sich der Junge entwickelt.

Und immer wenn ich mir die Zeichnungen und Fotos anschaue - sie haben inzwischen einen eigenen Platz in unserem Haus bekommen - dann weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war und dass ich diese 30 Euro im Monat nicht besser anlegen könnte.

Post aus HaitiWie oft und schnell gibt man ohne darüber nachzudenken 30 Euro für Dinge aus, die man eigentlich nicht bräuchte, die man wegraucht oder verfuttert - hier sind sie eine Investition in die Zukunft eines Kindes, die es ihm ermöglichen in der Sicherheit und Geborgenheit einer liebevollen, großen Familie aufzuwachsen, zu lernen, zu lachen und ein Leben zu führen, das wir für unsere Kinder als selbstverständlich erachten.

Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung für Christophe - ein Wunsch bleibt allerdings noch offen - den Jungen einmal persönlich in Haiti zu besuchen, aber das kommt auch noch irgendwann, da bin ich mir ganz sicher.

Wenn auch sie mehr über Kinderpatenschaften erfahren möchten - hier unser Bericht dazu.

Alle Fragen rund um eine Kinderpatenschaft bei NPH werden auch auf den Webseiten von NPH-Schweiz, NPH-Österreich oder NPH-Deutschland beantwortet. Gerne beantworte ich Fragen auch persönlich per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!