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Dominikanische Republik: Barrio Blanco - Wunder geschehen...

Daniela kann wieder lächelnDie kleine Daniela streckt ihre Arme, mit einem großen weiten Lächeln und Sternen in ihren Augen, in den Himmel. Sie ist gesund und glücklich und versucht, die Aufmerksamkeit von jemandem zu bekommen, der sie hochheben und ihr eine Umarmung geben wird. Sie lacht das unverwechselbare Lachen eines glücklichen Kindes. Erst vor zwei Jahren hat Daniela nicht so glücklich ausgesehen.

Auch damals hat sie ihre Arme hochgestreckt um hochgehoben zu werden, aber ihre Augen waren müde, ihre Nase ist ständig gelaufen und ein Lächeln war ihrem Gesichtchen nur schwer zu entlocken. Sie klammerte sich mit einem eisernen Griff an jedermann und bettelte darum, sie nicht loszulassen. Aus ihren Augen sprach Verzweiflung.

Barrio Blanco - CabareteDaniela lebt in Barrio Blanco, einem Dorf im Zentrum von Cabarete. Ein Dorf, das die meisten Menschen aus Angst nicht besuchen oder gar darüber sprechen. Ein Dorf, wo die Kinder nur Armut und Kämpfe kennen, wo die Nächte in den überfüllten Hütten verbracht werden , auf nassen und verschimmelten Matratzen, wenn überhaupt.

Ein Dorf, wo jeder Tag Angst bringt. Angst, nicht genügend Nahrung für die Kinder und Familien zu finden, die Angst vor Krankheiten und mangelnder medizinischer Versorgung. Angst vor Kriminalität und Missbrauch. Angst, dass sich ihr Land in einen Parkplatz für die Stadt verwandelt.

Heute ist das Leben anders in Barrio Blanco. Die Hütten sind durch 39 neue Häuser ersetzt worden. Wo früher Müllhalden waren, haben eine Schule und eine Klinik das Licht der Welt erblickt. Barrio Blanco ist heute ein Dorf – entstanden wie aus einem Wunder. Barrio Blanco und der kleinen Daniela ist ein neuer Anfang gegeben worden.

Ron ZaunerEs begann alles im November 2010, als Herr Ron Zauner, ein pensionierter Geschäftsmann aus Oregon, USA, darüber nachdachte, wie man einen Unterschied im Leben eines Menschen machen könnte. Nachdem er in den letzten 19 Jahren in regelmäßigen Abständen nach Cabarete gereist war, fand sein Herz einen Platz in einem der lokalen Dörfer.

Das Dorf war Barrio Blanco, ein Wohnviertel, gegründet von Senor Jose Blanco vor 24 Jahren, der eines Tages auf seinem Pferd durch diese Gegend ritt, dieses Land an der Lagune fand, und beschloss, sich hier niederzulassen.

Senor BlancoHeute, mit der Hilfe von Ron Zauner und seiner Stiftung "Providing Opportunity vor Self Improvement" - Bereitstellung von Möglichkeiten zur Verbesserung(POSI), ist Barrio Blanco schlussendlich seine neue Heimat. Was früher eine Hütte war, zusammengebaut aus Schrott, unterteilt in ein paar Abteilungen zur Vermietung, zusammengesetzt aus noch mehr Schrott, ist nun ein solides 2-stöckiges Gebäude aus Beton, mit genügend Platz für sich selbst, seinen Sohn und ein paar Mieter.

Blanco´s zu Hause ist eines von 39 neuen Häusern das von den Barrio Blanco Bewohnern, mit Hilfe von POSI und einer Reihe von Spendern aus der ganzen Welt, gebaut wurde.

Ein neues Zuhause für die FamilienDiese Spender sahen, obwohl sie Cabarete oder den Barrio nie besuchten, durch Ron´s harte Arbeit und den Nachweis, den die hart arbeitenden Bewohner ihnen gaben, die Notwendigkeit, die Idee, den ärmsten Familien in BB ein neues Zuhause und eine bessere gesundheitliche Situation zu geben, in ein Großprojekt, das jetzt am Ende seiner zweiten Bauphase zu sehen ist, zu verwandeln. Zunächst bekamen nur 10 Familien ein neues Zuhause. Aus 10 wurden 39. "Ein Wunder", ist die sofortige Reaktion der Menschen aus Barrio Blanco.

"Das erste Mal als mir klar wurde, was dieses Projekt für uns im Barrio bedeutet ,war, als die ersten Regenschauer das Dorf, nach der Fertigstellung von Projekt 1 und den ersten 18 Häusern, trafen.

Jedes Mal, wenn es regnete, musste ich Betonblöcke auf den Boden legen, um meine Füße einigermaßen trocken zu halten, aber mit all den Löchern im Schrottdach, wäre das meiste von meinem Haus wäre sowieso nass geworden", sagt Bewohnerin Amparo Burgos. Amparo hat ständig versucht Lösungen zu finden, wie ihre Kinder trocken bleiben könnten, wie sie ihnen eine trockene Matratze, frei von gesundheitsgefährdendem grünem Schimmel geben könnte.

ein neues Haus, neue Hoffnung"Ich fing vor Freude an zu weinen, als ich den Regen draußen sah und mein Haus innen trocken blieb. Ich kann immer noch nicht glauben, welche Veränderung, dieses Projekt in unser Barrio gebracht hat." Amparos Haus war eines der ersten Häuser, das mit Hilfe der Spender übergeben werden konnte und ein Beispiel für andere Geber sich dem Projekt der POSI anzuschließen.

Gründer Ron Zauner war sicher, dass er nach dem Erreichen von insgesamt 18 neuen Häusern, einer Schule und einer Klinik in Projekt 1 aufhören würde. Aber das Leben wollte es anders für Ron und die Menschen aus dem Barrio, die durch Schweiß und harte Arbeit zu seiner Familie wurden.

"Wie kann ich aufhören, wenn die Leute mich um Geld bitten, um mehr Häuser zu bauen ...
Wer bin ich, diesen Fortschritt, von dem ich denke, dass er sein soll, zu stoppen. Ich denke, wir haben ihnen durch all dies bewiesen, dass mit Glauben und harter Arbeit, alles möglich ist.“

Am Anfang, als die Geber auf mich zukamen, nachdem sie die ersten Ergebnisse gesehen haben, entdeckte ich, dass wir das Vertrauen der Menschen erworben hatten, sagt er mit Tränen in den Augen.

"Können Sie sich vorstellen, wie Sie sich fühlen würden, wenn jemand auf Sie zugekommen und Ihnen sagen würde - "wir reißen dein Haus ab und bringen dich vorübergehend in einem Haus aus noch mehr Schrott unter, während wir dir helfen, ein neues Haus zu bauen, dass Sie nur in diener Phantasie existiert?" Und dass du die Arbeit selbst machen musst, wir dir aber einen täglichen Lohn von 10 Dollar bezahlen. Wir hatten keine Sicherheit zu bieten, aber wir konnten den Menschen Arbeit bieten und unser Wort, dass dies real ist.

Barrio Blanco - Projekt 1Viele glaubten bis nach Projekt 1 nicht so wirklich daran. In Projekt 2 haben wir neues Vertrauen, eine neue Motivation und eine neue Entschlossenheit unter den Barrio Blanco Bewohnern gesehen. Wir sind alle sehr stolz!" fügt Ronhinzu, während Tränen der Freude über sein Kinn rinnen.

In Projekt 2 wurden weitere 21 Häuser und eine größere und bessere Klinik gebaut. Die Menschen haben das Wort des Bürgermeisters und rechtliche Unterlagen, dass niemand sie rauswerfen wird und sie haben eine große Zukunft vor sich mit Zugang zu Bildung für Kinder und Erwachsene und mit einer soliden medizinischen Klinik, um sie gesund zu halten.

Hoffentlich werden Daniela und die anderen, die ihre neuen Häuser bislang noch nicht erhalten haben, eines Tages in der Sonne auf ihren neuen Veranden sitzen und einen leckeren dominikanischen Kaffee schlürfen.

Erfahren sie mehr über das Barrio Blanco Projekt auf deren Webseite oder auf deren Facebookseite

Bericht und Fotos mit freundlicher Genehmigung von ron Zauner und Hege Holt